Im Gesundheitsausschuss des Nationalrates ist am Dienstagabend die Übernahme der Kosten für die Implementierung des elektronischen Impfpasses auf den Weg gebracht worden. Laut dem einstimmigen beschlossenen Antrag übernimmt die Österreichische Gesundheitskasse die Kosten für die Implementierung der entsprechenden Software in Arztpraxen und Primärversorgungszentren. Begrenzt ist dieses Kostenübernahme mit maximal 1.300 Euro.

Der finanzielle Aufwand soll der Gesundheitskasse aus dem Covid-19-Krisenbewältigungsfonds bzw. vom Gesundheitsministerium ersetzt werden, heißt es in der entsprechenden Gesetzesnovelle zum ASVG, berichtete am Abend die Parlamentskorrespondenz. Beschränkt ist der Kostenersatz auf jene Ärzte und Arztpraxen, die ein Vertragsverhältnis zur Österreichischen Gesundheitskasse oder zu einem anderen Krankenversicherungsträger haben.

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) nannte Ende März als einen derzeitigen "ambitionierten" Zeithorizont für die Ausrollung des elektronischen Impfpasses. Unter dem Druck der Pandemie stelle dabei jede Woche eine gewonnene Woche dar, so der Minister. Den haptischen Impfpass werde es aber auch in Zukunft geben, sagte Anschober. Eine ebenfalls von NEOS-Abgeordnetem Gerald Loacker aufgeworfene Eintragung einer überstandenen Corona-Infektion im Sinne der Immunität hält Anschober für nicht sinnvoll, da die Immunität im Lauf der Zeit nachlasse. (apa)