Die Regierung wird Unternehmen in der Lockdownverlängerung mit zusätzlichen Wirtschaftshilfen unterstützen. Wie Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) schon in der ersten, schwor auch Vizekanzler Werner Kogler die Bevölkerung auf den Sinn der Lockdown-Verlängerung ein: "Wir wollen die Todeszahlen reduzieren, auch wenn die Maßnahmen weh tun." - "Die Maßnahmen spüren alle, Wirtschaft und auch die Beschäftigten in den Betrieben", sagte Kogler, deshalb gibt es nun zusätzlich zu den bisherigen Wirtschaftshilfen wie Fixkostenzuschuss und Fonds, die bis Ende Juni verlängert werden, eine Bonuszahlung und eine Vorauszahlung.

Ausfallsbonus von maximal 60.000 Euro


Die aktuelle Entwicklung der Infektionszahlen und die daraus resultierenden notwendigen Maßnahmen seien "Hiobsbotschaft für unser ganzes Land", sagte Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP)Zusätzlich zu Fixkostenzuschuss und Verlustersatz könnten Unternehmen künftig einen "Ausfallsbonus" beantragen. Dieser könnte bis zu 30 Prozent des Umsatzes der Vergleichsperiode und maximal 60.000 Euro im Monat betragen - "für jedes Monat bis Ende der Krise". Der Härtefallfonds wird bis Ende Juni verlängert.
Der Ausfallsbonus werde für alle Unternehmen gelten, die direkt oder indirekt wegen Geschäftsschließungen keinen Umsatz machen können. Ein Problem bleibe, dass laut EU-Recht jedes Unternehmen in Summe als Beihilfe maximal 3 Mio. Euro für den Verlustersatz bzw. 800.000 beim Fixkostenzuschuss erhalten darf und der neue Ausfallsbonus dort hineingerechnet wird. Österreich bemühe sich gemeinsam mit Deutschland, Dänemark und Tschechien um eine Erhöhung dieses Deckels, so Blümel.

Außerdem kann jedes Unternehmen, das mehr als 40 Prozent Umsatzausfall im Vergleich mit dem jeweiligen Monatsumsatz aus 2019 hat, über FinanzOnline eine Liquiditätshilfe bis zu 60.000 Euro pro Monat beantragen. Die Ersatzrate beträgt 30 Prozent des Umsatzausfalls und besteht zur Hälfte aus dem Ausfallsbonus und zur Hälfte aus einem Vorschuss auf den Fixkostenzuschuss 800.000. (apa)