Österreich hat die vor zehn Tagen eingeführten Grenzkontrollen zu den beiden Nachbarländern Tschechien und Slowakei verlängert. Sie sollen zunächst bis 7. Februar weitergeführt werden, wie aus der entsprechenden am Montag veröffentlichten Verordnung hervorgeht.

Tschechien verzeichnete in den vergangenen zwei Wochen einen massiven Zuwachs an Neuinfektionen mit dem Coronavirus, die 7-Tages-Inzidenz lag Mitte letzter Woche bei knapp 800. Inzwischen scheint der verlängerte harte Lockdown Wirkung zu zeigen, derzeit liegt die Zahl der Neuinfektionen mit rund 2.600 so niedrig wie schon lange nicht mehr. Tschechien hat rund 10,7 Millionen Einwohner.

Zahlen in Slowakei laut Anschober "alarmierend"

In der Slowakei machte den österreichischen Behörden vor allem die neue Mutation des Coronavirus Sorgen, die Zahlen seien "alarmierend", sagte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) vergangenen Mittwoch. Inzwischen wurde auch in der Slowakei ein geltender Lockdown bis 7. Februar verlängert.

Schon bisher gilt, dass alle Einreisenden nach Österreich eine Selbstverpflichtung zur Quarantäne unterzeichnen müssen - andernfalls kann die Einreise verweigert werden. Erst nach fünf Tagen kann man die zehntägige Quarantänepflicht mit einem negativen Covid-Test vorzeitig beenden. Ausnahmen gibt es bei der Einreise für Pendler und den Güterverkehr. Pendler müssen keine Tests und Quarantäne machen. Sie müssen bei der Einreise aber glaubhaft machen, dass sie einen Arbeitgeber in Österreich haben.

Zusätzlich gilt seit Freitag die Verpflichtung zur Online-Registrierung vor einer Einreise nach Österreich. (apa)