Nach Auffälligkeiten bei Abstrichproben von 17 positiven Corona-Fällen im Tiroler Jochberg (Bezirk Kitzbühel) hat die Ages am Montag bestätigt, dass es sich dabei um die britische Virusmutation handelt. Dies teilte das Land am Montag mit. Bei Massentests in der Gemeinde Jochberg und auch im gesamten Bezirk Kitzbühel wurden bis dato jedoch keinen weiteren Verdachtsfälle entdeckt.

Lediglich bei einer engen Kontaktperson der 17 großteils britischen Staatsbürger gab es den Verdacht auf die Virusmutation. Die Massentests im Bezirk Kitzbühel liefen noch bis Montag 18 Uhr.

Nur noch Kärnten ohne Verdachtsfall

Nahezu gleichzeitig wurden am Montag auch im Bundesland Salzburg erstmals zwei Fälle der vermutlich deutlich ansteckenderen Coronavirus-Variante B 1.1.7. nachgewiesen. Wie das Land per Aussendung informierte, wurde in den Proben zweier Patienten die britische Virus-Mutation anhand der DNA-Sequenzierung durch Ages gefunden. Darüber hinaus ergaben Abwasseranalysen Hinweise auf eine bereits erfolgte Verbreitung der neuen Variante. Insgesamt seien 17 Virus-Proben aus Salzburg zur Ages geschickt worden, um diese auf die Corona-Virus-Variante B 1.1.7. zu überprüfen, bei zwei habe sich der Verdacht bestätigt, hieß es von der Landessanitätsdirektion.

Bereits in der Vorwoche hatte die Ages bei einem von neun Verdachtsfällen in der Steiermark nachgewiesen, dass es sich laut Laboranalysen um die Virusmutation handle. In Wien bestätigte eine Stichprobe von 83 positiven PCR-Tests bei 14 die für das britische Virus typische Mutation.

Aus Vorarlberg, Oberösterreich, Niederösterreich und dem Burgenland wurden bisher Verdachtsfälle gemeldet. Somit ist nur noch Kärnten Österreichs einziges Bundesland, in dem es noch nicht einmal einen Verdachtsfall der britischen Virusmutation gab. (apa, temp)