Mit neuen Regeln geht der Lockdown ab Montag in die Verlängerung. Er soll laut den Plänen der Regierung zumindest bis 7. Februar dauern. Weiterhin aufrecht sind die Ausgangsbeschränkung rund um die Uhr, ebenso die bisher gültigen Ausnahmen: Arbeit, Einkauf, Bewegung und Sport im Freien, notwendige Hilfe für andere, Treffen mit engsten Bezugspersonen. Es gibt aber auch einige Neuerungen.

FFP2-Maskenpflicht

Ab 25. Jänner muss man in vielen Bereichen zur FFP2-Maske greifen bzw. einer gleichwertigen oder höherwertigen Maske. Dies gilt bei der Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln, bei Fahrgemeinschaften, der Nutzung von Seil- und Zahnradbahnen sowie beim Einkaufen.

Auch beim Besuch von Dienstleistern (etwa KfZ-Werkstätten) ist die FFP2-Maske vorgeschrieben.  Auch auf Märkten gilt die FFP2-Maskenpflicht (sowohl im Innen- als auch Außenbereich). Ebenso beim Abholen von Speisen in der Gastronomie oder in Betriebskantinen. Auch beim Besuch von Verwaltungsbehörden und Verwaltungsgerichten ist die Maske zu tragen, ebenso in allgemein zugänglichen Bereichen von Beherbergungsbetrieben, die wie bisher nur zu dringend beruflichen Zwecken genutzt werden dürfen.

Die Ärztekammer für Niederösterreich hat am Freitag darauf hingewiesen, dass ab Montag auch Patienten in Ordinationen FFP2-Masken ohne Ausatemventil tragen müssen. Zudem muss auf allen Flügen der AUA und in den Zügen, Bussen sowie Bahnhöfen der ÖBB eine FFP2-Maske verwendet werden.

Getragen werden muss die FFP2-Maske laut Gesundheitsministerium ab dem Alter von 14 Jahren. Ab sechs Jahren kann stattdessen ein Mund-Nasen-Schutz verwendet werden. Jüngere Kinder müssen den Mund-Nasenbereich nicht abdecken.

Mehr Mindestabstand

Auch der Mindestabstand ("Babyelefant") wird an allen öffentlichen Orten von einem Meter auf zwei Meter vergrößert. Ausgenommen sind Personen aus dem gemeinsamen Haushalt sowie die nicht im gemeinsamen Haushalt lebenden Lebenspartner. Auch bei den erlaubten Treffen mit "einzelnen engsten Angehörigen" und "einzelnen wichtigen Bezugspersonen" darf der Mindestabstand unterschritten werden. Hierbei gilt wie bisher, dass dabei jeweils nur eine Einzelperson eines Haushaltes mehrere Personen eines anderen Haushaltes gleichzeitig treffen darf.

Wöchentliche Tests

Neu sind außerdem wöchentliche Testungen für bestimmte Berufsgruppen
über den Gesundheits- und Pflegebereich hinaus. Davon betroffen sind
etwa Beschäftigte im Handel und in Dienstleistungsbetrieben mit
Kundenkontakt, Lehrer und Elementarpädagogen. Auch wer im öffentlichen
Dienst im Parteienverkehr tätig ist, muss sich regelmäßig testen lassen.
Wer der Testvorgabe nicht nachkommt, muss eine FFP2-Maske tragen.

Abholen bei Bibliotheken

Eine kleine Erleichterung gibt es für Bibliotheken: Für diese ist künftig die (aus dem Handel bekannte) Bestellung und Abholung erlaubt. Ansonsten bleiben Büchereien und Bibliotheken wie auch Museen und Archive vorerst geschlossen. Auch Tierparks, Zoos und botanische Gärten müssen weiterhin zu bleiben.

Bei Outdoor-Sportstätten (die weiterhin genutzt werden dürfen) gilt ab dem 25. Jänner ebenfalls der Zwei-Meter-Abstand. Auch die 10-Quadratmeter-Regel pro Benutzer ist einzuhalten. Dies betrifft u.a. Eislaufplätze, Loipen oder das Skifahren. Kontaktsportarten sind abseits des Profi-Bereichs weiterhin verboten. (apa/red)