Die SPÖ hat bei der Gemeinderatswahl am Sonntag in St. Pölten ihre absolute Mehrheit trotz Verlusten verteidigt. Die Bürgermeister-Partei erreichte laut dem vorläufigen Ergebnis 56,04 Prozent der Stimmen und 25 der 42 Mandate. 2016 waren es exakt 59 Prozent und 26 Sitze gewesen.

ÖVP und Grüne legten zu, die FPÖ musste ein Minus hinnehmen. Die Neos schafften den Einzug ins Rathaus. Die Wahlbeteiligung betrug 55,96 Prozent und war damit niedriger als 2016 (63,62 Prozent). Gut 46.600 Bürger waren wahlberechtigt. Erstmals seit der Wahl 2006 sind nun wieder fünf Parteien im St. Pöltener Rathaus vertreten.

Auf die ÖVP entfielen 22,73 Prozent (zuletzt 20,27) und zehn Mandate (neun). Die FPÖ als Verlierer des Wahltages büßte 5,79 Prozentpunkte auf 8,91 Prozent (2016: 14,70) und drei ihrer bisher sechs Sitze ein. Die Grünen kamen auf 8,01 Prozent (2,74). Sie fuhren ihr bestes je erzieltes Ergebnis in St. Pölten ein und stellen künftig drei Gemeinderäte. Zuletzt hatten sie einen Sitz erreicht. Die Neos zogen mit 3,19 Prozent (1,57) und einem Mandat erstmals ins Rathaus der niederösterreichischen Landeshauptstadt ein.

Im Stadtsenat stellt die SPÖ wie bisher acht Vertreter, die ÖVP ebenfalls unverändert drei. Die FPÖ muss einen ihrer bisher zwei Sitze an die Grünen abgeben. (apa)