Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) erwartet ab dem 7. Februar erste Lieferungen des AstraZeneca-Impfstoffs. Beim Steering Board Meeting zur EU-Impfstoffbeschaffung hat der CEO von AstraZeneca laut einer Aussendung des Gesundheitsministerium bekanntgegeben, dass die Zulassung des Impfstoffes voraussichtlich Ende dieser Woche erfolgen soll.

Dann kann im Februar in drei Tranchen Impfstoff nach Österreich geliefert werden: Am 7. Februar 63.354, am 17. Februar 97.763 und Ende Februar 182.430 Dosen. Insgesamt kommen im Februar "also 343.547 Dosen Impfstoff von AstraZeneca nach Österreich", hieß es.

Bis inklusive Sonntag erhielten in Österreich zumindest 4.360 Personen die für den vollen Impfschutz nötige zweite Corona-Impfung. Insgesamt wurden laut "elektronischem Impfpass" zumindest 138.517 Personen geimpft. Das Gesundheitsministerium rechnete indessen bis Anfang April noch mit der Lieferung von einer Million Impfdosen der beiden bisher zugelassenen Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna - zusätzlich zu den bisher gelieferten Mengen.

138.000 Personen erhielten Impfung

Pfizer hat laut Informationen des Ministeriums bis Anfang April (Kalenderwoche 13) die Lieferung von weiteren 804.990 Dosen angekündigt, davon 54.990 diese und 66.690 nächste Woche. Und zwar zusätzlich zu den bisher gelieferten Mengen. Moderna will weitere 197.600 Dosen liefern, davon 9.600 diese und 24.000 nächste Woche.

Laut den Eintragungen im "elektronischen Impfpass" haben bis inklusive Sonntag 138.517 Personen zumindest eine erste Dosis der Corona-Schutzimpfung erhalten. Die meisten davon in Wien (34.757) vor Oberösterreich (27.868) und Niederösterreich (22.750).

Das Sozialministerium schätzt die Zahl der durchgeführten Impfungen auf 170.144. Hier handelt es sich allerdings nicht um die tatsächlich geimpften Personen, sondern lediglich um eine Schätzung auf Basis der ausgelieferten Impfdosen.

Moderna-Impfstoff schützt wohl auch gegen Mutationen

Unterdessen wurde bekannt, das der US-Biotechkonzern Moderna davon ausgeht, dass sein Covid-19-Impfstoff auch gegen die ansteckendere britische und südafrikanische Variante des Coronavirus schützt. Das Vakzin erzeuge virusneutralisierende Antikörper auch gegen die beiden neuen Varianten, teilte Moderna am Montag mit. Zwar sei bei der südafrikanischen Variante eine Reduzierung neutralisierender Titer festgestellt worden.

Ihr Niveau liege aber immer noch deutlich über der Schwelle, die als schützend angesehen werde. Es sei daher zu erwarten, dass der Impfstoff nach der Verabreichung von zwei Dosen gegen die bisher nachgewiesenen Varianten wirke. Gleichwohl wolle Moderna sicherheitshalber ein klinisches Programm starten, um die Immunität gegen neu auftretende Varianten zu stärken, hieß es. So soll vor allem speziell gegen die südafrikanische Variante ein verstärkter Impfstoff entwickelt werden. (apa)