Der Bundesfeuerwehrverband hat am Freitag das Fehlen seiner Organisation in der aktuellen Version des nationalen Covid-19-Impfplans kritisiert. In dem Dokument vom 1. Februar werde kein Bezug mehr zur Feuerwehr hergestellt. Auch die Gruppe der kritischen Infrastruktur sei in der Form entfallen, erläuterte der Verband in einer Aussendung. Dabei hätten zuvor Experten und Politiker betont, dass die Feuerwehr zur kritischen Infrastruktur zählt und in Phase 2 berücksichtigt wird.

"Zur Unterstützung der Massentests rückten rund 30.000 Feuerwehrmitglieder österreichweit aus, um logistisch zu unterstützen und einen reibungslosen Ablauf sicherzustellen, dafür waren wir gut genug. Nun werden wir still und heimlich aus dem Impfplan gestrichen und nicht einmal mehr in der Phase 3 erwähnt. Diese Entscheidung kann ich weder verstehen noch akzeptieren", übte Feuerwehrpräsident Albert Kern Kritik.

Auch die FPÖ reagierte mit Unverständnis. Bundesparteiobmann Norbert Hofer meinte: "Es waren auch die Mitglieder der Feuerwehren, die in den letzten Monaten dazu beigetragen haben, dass die überhastet und nicht koordinierten Pläne für Massentests in Österreich erfolgreich umgesetzt werden konnten. Auch heute werden viele Impfstraßen mit dem freiwilligen Einsatz der Florianijünger betrieben - gerade im ländlichen Raum. Damit sind diese Damen und Herren eine hohen Infektionsgefahr ausgesetzt und müssen bei der Impfung prioritär berücksichtigt werden." (apa)