Am Samstagnachmittag, 6. Februar,  fanden in Österreich einige kleinere Demonstrationen gegen die Pandemie-Maßnahmen statt. Die Demonstrierenden in Salzburg, Wiener Neustadt und Wien hielten die Abstandsregeln größtenteils ein.

Demonstrationen an der österreichisch-bayerischen Grenze

Weitgehend friedlich ist Samstagnachmittag eine Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen, allen voran die Grenzschließung, in Salzburg und im benachbarten bayerischen Freilassing am Grenzfluss Saalach verlaufen. Statt der laut Veranstalter angemeldeten 2.000 nahmen auf österreichischer Seite 400 bis 500 Menschen an dem Protest teil, so die Einschätzung der Polizei Salzburg. In Bayern dürften es etwa doppelt so viele gewesen sein.

Die Regeln wie Maske tragen und Abstand halten seien "halbwegs" eingehalten worden, erfuhr die APA von einem Polizeisprecher. Veranstalter, auftretende Redner und Polizisten hätten immer wieder darauf hingewiesen.

Laut Organisator Merlin Eilers vom Verein "Heimatpflege, Kultur und Friedensbewegung Salzburg" - er veranstaltete bereits Kundgebungen am Salzburger Residenzplatz - richtete sich die Protestmaßnahme in erster Linie gegen die bestehende Grenzschließung.

Die Zusammenkunft am Salzburger Ufer begann sich bereits um 17.30 Uhr aufzulösen.

 

30 Anzeigen in Wiener Neustadt

An einer Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen in Wiener Neustadt unter dem Titel "Freies Österreich. Zum Schutz unserer Rechte und Versammlungsfreiheit" haben am Samstagnachmittag nach Polizeiangaben etwa 600 Menschen teilgenommen. Behördensprecher Heinz Holub zufolge ist es trotz friedlichen Verlaufs zu einer Festnahme und je 30 Anzeigen und Identitätsfeststellungen gekommen.

Einer Kundgebung am Hauptplatz war ein Spaziergang durch die Fußgängerzone bzw. City der zweitgrößten niederösterreichischen Stadt gefolgt. Die Anzeigen erfolgten laut Holub durchwegs nach dem Covid-Maßnahmengesetz. Die Demo ging nach etwa eineinhalb Stunden zu Ende.

In Wien waren für Samstag ein Dutzend Demos angemeldet

In Wien waren für Samstag insgesamt ein Dutzend Demonstrationen zu den unterschiedlichsten Themen angemeldet. Besondere Vorkommnisse gab es dabei bis zum Nachmittag nicht, hieß es seitens der Polizei zur APA.

Für Sonntag, 7. Februar, sind in Wien sieben Kundgebungen angemeldet worden. Die Wiener Polizei sei aber jedenfalls "auf alle Eventualitäten vorbereitet", hieß es gegenüber der APA. (apa)