In Tirol sind mit Stand Mittwochvormittag rund 28.000 Impfungen durchgeführt worden, davon 8.650 Zweitimpfungen. Geimpft wurden in Phase 1 des Impfplans Personen in Alterswohn- und Pflegeheimen, in Krankenanstalten sowie 1.030 Über-80-Jährige in 22 Gemeinden, informierte das Land in einer Aussendung. Diese und kommende Woche folge die Bereitstellung der Impfdosen für weitere 37 Gemeinden. Betriebliche Impfstellen sollen in Phase 3 für eine rasche Durchimpfung sorgen.

Aktuell würden das Land und die Tiroler Wirtschaftskammer erheben, welche Unternehmen betriebliche Impfstellen einrichten möchten, informierte Elmar Rizzoli, Leiter des Corona-Einsatzstabes. Eine Impfstelle im Unternehmen sei ab 50 Mitarbeitern möglich, der Impfstoff werde kostenfrei vom Land zur Verfügung gestellt. Man wolle "die Bereitschaft und das Interesse vieler heimischer Unternehmen, einen aktiven Beitrag zur flächendeckenden Impfung in Tirol zu leisten" unterstützen, betonte Rizzoli.

Betriebe würden selbst bestimmen, ob eine innerbetriebliche Impfung für sie durchführbar wäre - es bedarf schließlich "einer entsprechenden Infrastruktur, sowie ausreichende Räumlichkeiten, um die Hygiene- und Schutzbestimmungen jederzeit einzuhalten", stellte Rizzoli klar. Unterstützung kleinerer Betriebe mit weniger als 50 Beschäftigten würden geprüft, eine Kooperation mit niedergelassenen Ärzten würde derzeit angedacht.

"Seitens der Bevölkerung besteht nach wie vor ein großes Interesse, sich impfen zu lassen", berichtete Rizzoli. Insgesamt hätten sich laut Land bereits rund 120.000 Personen über die Online-Plattform www.tirolimpft.at für eine Covid-Impfung vorgemerkt. Gemeinsam mit der Bedarfserhebung der Tiroler Gemeinden bei Personen über 80 Jahren – insgesamt 28.300 – seien es damit fast 150.000 Personen aus der breiten Bevölkerung, die sich impfen lassen möchten.

"Mit Hochdruck" werde Phase 1 des Tiroler Impfplans abgearbeitet, betonte Rizzoli. Alle verfügbaren Impfdosen würden so rasch wie möglich verteilt und verimpft. (apa)