Die Corona-Krise hat weitere Konsequenzen: Die Erhöhung der Richtwertmieten, die für rund 500.000 Altbau- und Gemeindebau-Wohnungen schon im April anstehen würde, wird für heuer ausgesetzt. Wegen der Coronakrise wird die Valorisierung auf das  kommende Jahr verschoben. Die Regierungsparteien ÖVP und Grüne haben gegenüber der APA angekündigt, am morgigen Mittwoch den entsprechenden Antrag im Parlament einzubringen. Normalerweise erfolgt die Indexanpassung alle zwei Jahre, das ist gesetzlich festgelegt.

Der Nationalrat tritt am Mittwoch zur nächsten Sitzung zusammen. Dort bringen die beiden Regierungsparteien ÖVP und Grüne den entsprechenden Antrag ein.

"Finanzielle Belastung von Familien verhindern"

Mit dem Aussetzen der gesetzlichen Mieterhöhung wollen wir weitere finanzielle Belastungen besonders für Familien verhindern", wurde Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) in einer Stellungnahme zitiert. "Die Miete macht für Viele den größten Teil der monatlichen Fixkosten aus", so Vizekanzler Werner Kogler (Grüne). "Eine Erhöhung kann besonders für Menschen, die in der Coronakrise mit finanziellen Einbußen kämpfen, eine Belastung darstellen." Die beiden Politiker verwiesen auch auf weitere "Soforthilfen", die die Bundesregierung angesichts der Pandemie gesetzt implementiert habe.

Die türkis-grüne Koalition stand dabei allerdings unter starkem Druck vo außen. Denn die Arbeiterkammer (AK), Mietervereinigung und zuletzt vor allem die SPÖ als größte Oppositionspartei hatten bereits eine Aussetzung der Anpassung der Richtwertmieten gefordert. (apa)