Die Kärntner Gemeinderats- und Bürgermeisterdirektwahlen sorgen in der Landeshauptstadt für einen Personalwechsel. Das schwache Abschneiden der ÖVP bei den Kommunalwahlen am Sonntag hat Konsequenzen. Stadtrat und Spitzenkandidat Markus Geiger hat am Mittwochabend seine Funktion als Klagenfurter Stadtparteiobmann zurückgelegt. Das gab die ÖVP am Donnerstag in einer Aussendung bekannt. Landesgeschäftsführerin Julia Löschnig übernimmt seine Agenden als geschäftsführende Parteiobfrau.

"Ich werde beim Stadtparteitag für die Funktion der Obfrau kandidieren", sagte Löschnig gegenüber der APA. Stadträtin in Klagenfurt wolle sie allerdings nicht werden. "Ich bleibe Landesgeschäftsführerin." In der Landeshauptstadt wolle sie die Erneuerung und Verbreiterung der Partei starten. "Ich werde mich um die Neuausrichtung der Stadtpartei in Klagenfurt kümmern und die notwendigen Schritte in die Wege leiten", so Löschnig. Wer für die ÖVP in den Stadtsenat gehen soll, ist vorerst offen.

Die Klagenfurter ÖVP hatte bei der Gemeinderatswahl am Sonntag 15,6 Prozent der Stimmen erreicht, was gegenüber 2015 ein Minus von 3,1 Prozentpunkten und den Verlust von zwei Mandaten bedeutete. Geiger schnitt bei der Bürgermeisterwahl noch schlechter ab, er kam lediglich auf 11,7 Prozent der Stimmen, was Platz drei bedeutete. 

Das war nur knapp vor dem FPÖ-Spitzenkandidaten Wolfgang Germ. Auch der FPÖ-Spitzenmann ist am Mittwoch abend zurückgetreten. In Klagenfurt kommt es am 14. März zu einer Stichwahl um das Bürgermeisteramt zwischen der derzeitigen Bürgermeisterin Maria-Luisa Mathiaschitz von der SPÖ und dem von 2009 bis 2015 amtierenden Bürgermeister Christian Scheider. Dieser ist am Sonntag für das Team Kärnten angetreten, nachdem er im November des Vorjahres mit weiteren Gemeinderäten der FPÖ den Rücken gekehrt hat. (apa)