Seit Anfang März werden über Apotheken in Österreich kostenlose Selbsttests für daheim abgegeben. Pro Person und Monat sind es fünf Stück, sie können dann recht einfach zu Hause angewendet werden, etwa unmittelbar vor einem Verwandtenbesuch, um das Risiko zu reduzieren, andere Personen mit dem Coronavirus anzustecken. Die ersten Lieferungen waren jedoch schnell vergriffen.

Da nun auch andere Länder in Europa auf den Geschmack der Schnelltests gekommen sind, gibt es derzeit aber Lieferschwierigkeit auf dem Weltmarkt. Daher hieß es in den vergangenen Tagen in vielen Apotheken: "Leider aus!". Grundsätzlich haben alle Apotheken je 2.000 Stück geliefert bekommen, nun erhalten in der zweiten Tranche alle Apotheken je 3.600. Nur wann?

Bei einer Nachfrage bei der Apothekenkammer heißt es, dass dies gegen Ende der Woche der Fall sein wird, vielleicht Freitag oder erst am Samstag. Einige Apotheken haben bereits die zweite Tranche erhalten. Die Empfehlung daher: in ein paar Tagen noch einmal nachfragen. In Zeiten der Knappheit sind Liefertermine nicht immer haltbar. Garantiert wird jedoch, dass jede Person (mit E-Card) im März fünf Tests erhält.

Die Tests kommen von vier verschiedenen Herstellern: JoysBio, VivaDiag, Clungene und Flowflex. Sie wurden alle geprüft und erfüllen die Qualitätserfordernisse, sagt ein Sprecher der Apothekenkammer. Die Anwendung ist ähnlich, aber nicht identisch, kopierte Gebrauchsanleitungen werden beigelegt. Bei einigen Produkten ist dieser Beipackzettel jedoch nur schlecht lesbar. Man sei um Optimierung bemüht, heißt es.

Die Kammer hat eine eigene Website eingerichtet, auf der die Gebrauchsanweisungen zum Download bereitstehen, einige Hersteller haben auch Videos der Anwendung, auf gängigen Videostream-Plattformen finden sich zudem für alle Produkte Anleitungsvideos. Wichtig ist auch die Interpretation des Ergebnisses. Bei einem positiven Testergebnis erscheinen zwei Striche statt nur einer, manchmal ist der zweite Strich allerdings nur sehr schwach erkennbar. Es ist daher wichtig, wirklich genau zu schauen, ob sich am Ergebnisstreifen nicht doch ein zweiter Strich abzeichnet.