Im Vorjahr gab es die Premiere, heuer finden die Sommerschulen am Ende der Sommerferien in ausgeweiteter Form statt. Am Freitag dieser Woche, 12. März, endet die erste Anmeldefrist für die heuer zum zweiten Mal stattfindenden Sommerschulen in den letzten beiden Ferienwochen. Zielgruppe sind vor allem Kinder mit Problemen in Deutsch beziehungsweise in Mathematik an Volksschulen, Mittelschulen und AHS-Unterstufen, die während der Corona-Pandemie Lernprobleme hatten.

An Volksschulen wird auch Sachunterricht angeboten. Die Teilnahme ist freiwillig und kostenlos, sie erfolgt auf "Empfehlung" der jeweiligen Lehrer bzw. Direktoren. Für jene Kinder, bei denen sich ein Förderbedarf erst nach Ende der Anmeldefrist ergibt, hat man laut Bildungsministerium außerdem eine Nachfrist eingerichtet. Diese läuft bis 20. April.

In Ostösterreich ab 23. August

Bei der Premiere im Vorjahr haben rund 24.000 Schüler an der Sommerschule teilgenommen. Allerdings war sie damals noch auf das Fach Deutsch beschränkt. Heuer startet sie in Wien, Niederösterreich und im Burgenland am 23. August, in den anderen Bundesländern am 30. August.

Unterrichtet wird jeweils am Vormittag von 08.00 bis 12.00 Uhr an ausgewählten Standorten - welche das sind, erfahren die Eltern der angemeldeten Kinder per Mail. Wie im Vorjahr werden dafür primär Lehramtsstudenten eingesetzt, die dafür fünf ECTS-Punkte für ihr Studium erhalten. Unterstützt werden sie von Lehrern, die dafür Überstunden ausbezahlt bekommen.

Auf dem Programm steht projektorientierter Kleingruppenunterricht mit acht bis 15 Personen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der "Stärkung des Sprachbewusstseins in der Unterrichtssprache Deutsch im Bereich des Lesens, Schreibens, Hörverstehens und Sprechens, sowie auf dem Erwerb von mathematischen Grundkompetenzen" bzw. dem Aufholen von Lernrückständen, heißt es in der Information des Bildungsministeriums.

Mit einer Anmeldung wird die Teilnahme verpflichtend. Kinder, die dann nicht erscheinen, brauchen wie während des regulären Schuljahrs also einen Entschuldigungsgrund. Benotet werden die Schüler nicht, ihre Teilnahme fließt aber im Schuljahr 2021/22 in die Bewertung der Mitarbeit ein. (apa)