Der Familienausschuss des Parlaments beschloss das zusätzliche bereits angekündigte Sozialpaket. Im Vorjahr flossen unter dem Titel Familienkrisenfonds bereits 100 Euro pro Kind als Covid-19-Krisen-Hilfe an Familien mit Sozialhilfe oder Mindestsicherungsbezug, die Wiener Zeitung berichtete. Insgesamt war der im Ressort des Sozialministerium angesiedelte Topf 2020 mit 40 Millionen Euro dotiert. Dieses Sozialpaket wird nun um weitere 26 Millionen Euro aufgestockt. "Damit werden einerseits Projekte zur Unterstützung von besonders betroffenen Gruppen, wie beispielsweise Alleinerziehende, finanziert. Andererseits werden Kinder, die auf Mindestsicherung angewiesen sind, direkt unterstützt", heißt es in der Aussendung des Ministeriums.

Bis zu 900 Euro für Alleinerziehende mit zwei Kindern zusätzlich in beiden Jahren

Eine vom Sozialministerium beauftragte Studie zur Analyse der sozialen Lage in der Pandemie habe im vergangenen Herbst zwar gezeigt, dass durch die Sofortmaßnahmen der Bundesregierung akute Armutssituationen verhindert werden konnte. Aber, so Sozialminister Rudolf Anschober (Grüne) in der Aussendung: "Wir wissen, dass soziale Auswirkungen zeitverzögert auftreten. Diesen Folgen gilt es mit allen Mitteln entgegenzuwirken."

Das nun insgesamt 66 Millionen Euro große Paket bedeute für Betroffene konkret, dass "beispielsweise eine alleinerziehende Mutter mit zwei Kindern, die auf Mindestsicherung angewiesen ist, 2020 und 2021 insgesamt zusätzliche Zuwendungen in Höhe von bis zu 900 Euro für sich und ihre Kinder erhält".