Die am Montag veröffentlichten Zahlen der Regierung zu Neuinfektionen und Intensivpatienten machten eines deutlich: und zwar, dass große Lockerungen nicht zu erwarten waren. Innen- und Gesundheitsministerium meldeten 2.412 Neuinfektionen – der höchste Montagswert seit Mitte Dezember. In Spitälern mussten fast 2.000 Covid-19-Patienten behandelt werden. Eine deutliche Steigerung gab es auch auf Intensivstationen. Allein seit Sonntag kamen 27 weitere Infizierte hinzu.

Die Sieben-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner stieg am Montag österreichweit auf 237,1 an. Innerhalb der vergangenen Woche waren 21.101 Neuinfektionen verzeichnet worden. Im Durchschnitt infizierten sich in der Vorwoche täglich 3.014 Menschen mit dem Coronavirus. Die meisten Neuinfektionen wurden seit Sonntag mit 688 in Niederösterreich gemeldet, 647 waren es in Wien.

Burgenland nahe Rekordwert

Am Montag mussten österreichweit 437 Infizierte intensivmedizinisch versorgt werden. Die Entwicklung ist jedoch regional sehr unterschiedlich. Besonders dramatisch ist die Lage in Wien – hier waren es zu Wochenbeginn sogar mehr Patienten als beim bisherigen Höchststand am 21. November 2020. Damals lagen 162 Covid-19-Erkrankte auf Intensivstationen, am Montag waren es alleine in der Bundeshauptstadt 165.

Auch das Burgenland näherte sich dem bisherigen Rekordwert an. Es verzeichnete am 30. November die seit Beginn der Pandemie meisten Schwerkranken mit 22. Am Montag befanden sich im östlichsten Bundesland bereits 16 Patienten auf Intensivstationen.

In Vorarlberg wiederum mussten am Montag nur zwei Infizierte auf Intensivstationen behandelt werden. Die bisher meisten Schwerkranken gab es im westlichsten Bundesland am 19. November, damals waren es 44 Intensivpatienten. Österreichweit war die Zahl der intensivpflichtigen Covid-19-Patienten innerhalb der vergangenen Woche um ein Fünftel gestiegen, in Summe kamen 73 Patienten hinzu.

Am Montag mussten in ganz Österreich 1.983 Sars-CoV-2-Infizierte in Krankenhäusern behandelt werden. Seit Sonntag waren 98 Patienten neu aufgenommen worden. Innerhalb der vergangenen Woche betrug die Steigerung rund 13 Prozent respektive 224 Erkrankte.

Niedrigere Testzahlen

Den neuen Fällen standen deutlich weniger neu genesene Menschen, konkret 1.870, gegenüber. Die Zahl der bestätigten aktiven Fälle stieg um 527 auf bereits 32.249 Infizierte österreichweit an. Das sind beinahe so viele, wie Feldkirch Einwohner hat – 34.210 Menschen leben in der Vorarlberger Stadt. Ähnlich hoch war die Zahl zuletzt vor Weihnachten. Am 18. Dezember gab es österreichweit 32.362 bestätigte aktive Fälle.

Seit Beginn der Pandemie vor mehr als einem Jahr wurden 516.565 Menschen positiv getestet. 475.227 gelten als wieder genesen. Seit Sonntag kamen 15 Todesopfer hinzu. Österreichweit sind somit 9.089 Personen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Pro 100.000 Einwohner entspricht das 102,1 Menschen.

Am Montag wurden wieder deutlich niedrigere Testzahlen verzeichnet. Insgesamt wurden in den vergangenen 24 Stunden 159.929 PCR- und Antigenschnell-Tests eingemeldet. Davon waren 40.692 aussagekräftige PCR-Tests, die Positivrate lag bei 5,9 Prozent. (apa)