Der Lockdown in Ostösterreich ab Gründonnerstag in Wien bis 10. April, in Niederösterreich und dem Burgenland vorerst bis 6. April wegen der hohen Corona-Infektionszahlen und vor allem der Überlastung der Intensivstationen der Spitäler ist fix. Neben der generellen 24-Stunden-Ausgangssperre plant Wien aber nicht nur verstärkte Kontrollen, sondern auch zusätzliche Maßnahmen, um vor allem größere Menschenansammlungen bis hin zur "Party-Stimmung" auf bestimmten öffentlichen Plätzen zu unterbinden. Das wurde der "Wiener Zeitung" im Büro von Bürgermeister Michael Ludwig am Dienstag erklärt.

Die Sondermaßnahmen während des Oster-Lockdowns von 1. April bis vorerst 10. April in der Bundeshauptstadt dürften morgen, Mittwoch, bekannt gegeben werden. Im Büro des Wiener Bürgermeisters spricht von man "begleitenden Maßnahmen", um größere Ansammlungen noch besser zu vermeiden. Um welche öffentlichen Plätze es sich dabei handelt, war am Dienstag noch offen. Zuletzt hat es vor allem am Wiener Donaukanal bei wärmeren Frühlingstemperaturen viele Jugendliche gegeben, die sich am dort aufgehalten haben.

Verstärkte Kontrollen, Appelle an die Bevölkerung

Überlegt wird auch eine Maskenpflicht im Freien, um ein etwaiges Corona-Ansteckungsrisiko zu reduzieren und den Aufenthalt auf öffentlichen Plätzen während des Oster-Lockdowns weniger angenehm zu gestalten. Fix ist außerdem, wie im Wiener Rathaus bestätigt wird, dass vom Büro für Sofortmaßnahmen verstärkte Kontrollmaßnahmen durchgeführt werden - zusätzlich zu den üblichen Polizeikontrollen.

Neben den intensiveren Bemühungen, Menschenansammlungen in der Stadt zu verhindern, wird Wien als Teil der Strategie zur Corona-Bekämpfung auch nochmals ganz gezielt Appelle an die Bevölkerung richten, generell physische Kontakte weitgehend zu vermeiden, wurde im Büro des Bürgermeisters erläutert. Die Bevölkerung soll dabei speziell auf darauf hingewiesen werden, warum der neuerliche Lockdown dringend notwendig ist. Dies vor allem auch mit dem Hinweis auf die bereits überlasteten Intensivstationen in den Spitälern.