Wiener, die nach dem 6. April zum Einkaufen in die nahe SCS in Niederösterreich fahren, müssen mit Strafen rechnen, wenn sie erwischt werden. Die Polizei werde die Nichteinhaltung des Oster-Lockdowns "entsprechend ahnden". Das gilt auch, wenn in Wien bis zum 10. April der Handel noch zu ist, in Niederösterreich und dem Burgenland aber nicht mehr.

Ausreisen aus der Ostregion werden an den Stadt- und Bundesländergrenzen zumindest stichprobenartig überwacht. "Mit Kontrollen im Straßennetz entlang der Bundesländergrenzen ist jedenfalls und jederzeit zu rechnen", wurde der "Wiener Zeitung" im Innenministerium erklärt. Bei Kontrollen stellten Anzeigen oder gar Festnahmen die Ultima Ratio dar.

Die "Osterruhe" werde auch im gesamten Bundesgebiet "verstärkt" im Zuge des regulären Streifendienstes kontrolliert. Wie jedes Jahr gibt es Schwerpunktkontrollen im Straßenverkehr, insbesondere um Lenker unter Alkohol- und Suchtgifteinfluss aus dem Verkehr zu ziehen. Dabei werden Corona-Regeln mitüberprüft. Es könne auch "an neuralgischen Punkten" wie Verkehrsknotenpunkte sowie Orte, an den sich üblicherweise viele Menschen auf engem Raum versammeln, Kontrollen geben, in Wien auch durch Beamte der Bereitschaftseinheit.

Zusätzliche Polizisten aus anderen Bundesländern werden nicht nach Ostösterreich beordert. Derzeit gebe es "keine bundesländerübergreifende Anforderung" von Kräften, heißt es im Innenressort. Das könne sich je nach Lage und spontanem Anlass ändern. Derzeit könnten aber alle Landespolizeidirektionen die erforderlichen Streifen- und Kontrolltätigkeiten "selbst bewerkstelligen".

Niederösterreich stockt Intensivkapazitäten auf

Niederösterreich trifft wegen der hohen Zahl an Corona-Infektionen Vorkehrungen. Die Zahl der Intensivbetten und der Beatmungsgeräte im Land wird erhöht. Die Intensivkapazitäten mit Beatmungsgeräten werden von 232 auf 277 aufgestockt, sagte Konrad Kogler, Vorstand der NÖ-Landesgesundheitsagentur. Das Burgenland will über Ostern die gesamte Bevölkerung mit 300.000 Gratis-Spucktests für die Haushalte durchtesten.

Deutschland hat zwar am Dienstag die stationären Grenzkontrollen zu Tirol beendet. Aus Nordtirol gibt es von Mittwoch bis 14. April eine Ausreisetestpflicht, um die Ausbreitung der britischen Virusvariante mit E484K zu verhindern.(ett)