Es handelte sich, wie Außenminister Alexander Schallenberg betont hat, um die "größte Rückholaktion", die das Außenministerium je durchgeführt hat. Allerdings war man zu Beginn der Aktion im März 2020 noch davon ausgegangen, dass bis zu 35.000 Österreicher, die im Ausland "gestrandet" waren, zurückgeholt werden müssten. Letztlich waren es rund 7500.

Der Außenminister zog nun in einem Bericht an das Parlament Bilanz und kommt darin auf Kosten für die Rückholaktion von knapp 6,4 Millionen Euro. Ursprünglich waren im Coronakrisenfonds der Bundesregierung 26,4 Millionen Euro veranschlagt worden, um die Rückholung zu ermöglichen.

Im Rahmen der Großaktion, die vor allem beim Ausbruch der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020 organisiert wurde, hat das Außenministerium schließlich 39 Flüge sowie 30 Bustransfers organisiert, wie die Bilanz bis zum Jänner zeigt. Zum Vergleich: Ursprünglich war sogar mit bis 145 Flügen für die Rückholaktion gerechnet worden.

Transfers und Darlehen

7500 Österreicher aus insgesamt 29 Länder auf fünf Kontinent wurden in die Heimat zurücktransportiert, wie die Bilanz Schallenbergs zur "Repatriierung und Unterstützung in Not geratener Staatsbürger" ausweist. Der allergrößte Teil der Kosten fiel für diese Transfers mit Flügen oder Bussen an, dazu kommen noch geringe Kosten für Unterstützungsleistungen und Darlehen, um Österreichern im Ausland über die Runden zu helfen. Rund 15.000 Euro wurden dabei für 235 Österreicher im Ausland aufgewendet.

Bei der Rückholaktion wurde auch auf Zusammenarbeit in der Europäischen Union gesetzt. Durch eine EU-Kofinanzierung konnten demnach bei 15 Flügen zumindest 70 Prozent der anfallenden Kosten abgedeckt werden. Umgekehrt konnten durch Österreichs Mithilfe 1400 Staatsbürger aus anderen EU-Staaten in ihre Heimatländer zurückgebracht werden. (ett)