In Österreich sind laut einer aktuellen Meldung des Bundesamts für Sicherheit im Gesundheitswesen (Basg) bisher acht Fälle von schweren Nebenwirkungen nach einer Impfung mit AstraZeneca registriert worden. Dabei handelt es sich um eine spezifische Erkrankung, die nun als Vakzin-induzierte thrombotische Thrombozytopenie (VITT) bezeichnet wird. Es handelt sich dabei um die seltene Verbindung von Blutgerinnseln in Verbindung mit einem Mangel an Blutplättchen. Die Gerinnsel treten laut Analyse der EU-Arzneimittelagentur EMA im Magen oder Gehirn auf (Sinusvenenthrombose).

Auch der Todesfall einer 49-jährigen Krankenschwester, die bereits vor Wochen in zeitlicher Nähe zu einer Impfung mit AstraZeneca an einer schweren Gerinnungsstörung gestorben ist, wird nun offiziell als VITT eingestuft. Weitere Todesfälle hat es nicht gegeben, allerdings wurden dem Basg bis zum 9. April insgesamt bereits acht Fälle dieses speziellen Krankheitsbildes nach einer Impfung mit AstraZeneca gemeldet. Stichtag für die aktuelle Meldung der Nebenwirkungen war der 9. April.

Laut dem Bundesamt wurden bis zur Vorwoche 478.084 Impfungen mit dem AstraZeneca-Impfstoff in den E-Impfpass eingetragen. Österreich gehört zu jenen Ländern, die weiter die gesamte Bevölkerung mit diesem Vakzin impfen. Deutschland, Italien, Frankreich, Spanien, Schweden und zuletzt auch Großbritannien haben die Abgabe an bestimmte Personengruppen eingeschränkt, da von den gemeldeten Nebenwirkungen vor allem Jüngere und Frauen betroffen waren. Ein Zusammenhang mit Alter und Geschlecht wird vermutet, ein Nachweis dafür steht noch aus. (sir)