Im Herbst 2023 bekommen die Volks- und Mittelschulen sowie AHS-Unterstufen neue Lehrpläne, die geplante Modernisierung der Fächer soll sich dabei auch in den Bezeichnungen der Unterrichtsfächer ausdrücken. Ab dem Schuljahr 2023/24 wird deshalb nicht mehr etwa Musikerziehung, Bildnerische Erziehung oder Technisches und Textiles Werken unterrichtet, sondern Musik, Kunst und Gestaltung sowie Technik und Werken. Die neuen Lehrpläne selbst sollen im Herbst verordnet werden.

An den Volksschulen wird laut dem Begutachtungsentwurf des Bildungsministeriums Deutsch, Lesen und Schreiben schlicht zu Deutsch, aus Verkehrserziehung wird Verkehrs- und Mobilitätsbildung. An den Mittelschulen und AHS-Unterstufen soll das Fach Geographie und Wirtschaftskunde künftig Geografie und wirtschaftliche Bildung heißen, Biologie und Umweltkunde wird zu Biologie und Umweltbildung. Außerdem steht künftig Geschichte und Politische Bildung anstelle von Geschichte und Sozialkunde/Politische Bildung am Stundenplan und aus Bildungs- und Berufsorientierung wird Berufsorientierung.

Gewerkschaft nicht eingebunden

Die Gesellschaft verändere sich mit großem Tempo, betonte Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) in einer Stellungnahme gegenüber der APA. Man gehe mit den neuen Lehrplänen deshalb entschlossen in eine "Rundum-Erneuerung": "Mit der neuen Generation von Lehrplänen integrieren wir Wissen, Können und Handeln stärker als früher. Übergreifende Themen holen wir in den Vordergrund und stärken die Problemlösungskompetenzen der Kinder und Jugendlichen."

Die Lehrergewerkschaft hat am Dienstag "sehr überrascht" auf die Ankündigung der neuen Lehrpläne reagiert und mangelnde Einbindung in die Reform kritisiert. Man kenne weder die involvierten Personen, noch Organisationen wie die AECCs oder die Inhalte. "Das ist kein guter Start für ein so großes Projekt", so der oberste Lehrervertreter Paul Kimberger (FCG) gegenüber der APA. (apa)