Der Blick auf die Sars-Cov-2-Schutz-Impfungen im E-Impfpass zeigt, dass zunehmend mehr Menschen in Österreich bereits geimpft sind. Österreichweit haben bis zum heutigen Tag genau 2.076.888 die erste Dosis erhalten, das sind 23,3 Prozent der Bevölkerung. 786.519 wurden bereits das zweite Mal geimpft, also 8,8 Prozent.

Allerdings gibt es zwischen den Bundesländern große Unterschiede: Tirol liegt wegen der Mitte März zusätzlich von der EU zur Verfügung gestellten 100.000 Impfdosen für die Bevölkerung des Bezirks Schwaz wegen der südafrikanischen  Virusmutation im Bundesländervergleich mit 27,4 Prozent deutlich voran. Salzburg, die Steiermark und Wien dagegen liegen mit Anteilen von 19,8 und 21,1 sowie 21,5 Prozent Teilgeimpften hinter dem Österreich-Durchschnitt zurück.

Der Grund: Bei den Impfungen des Gesundheits- und Pflegepersonals Anfang des Jahres und jenen der Pädagoginnen und Pädagogen vor gut einem Monat wurden in Wien auch zahlreiche Personen aus Niederösterreich und dem Burgenland geimpft. Im Gesundheitsministerium werden deshalb bereits Gespräche über einen Impfstoffausgleich geführt.


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Wien impfte 55.057 aus Niederösterreich mit

Von allen ausgelieferten Impfdosen allerdings erhält Wien nach dem Bevölkerungsschlüssel jeweils genau 21,5 Prozent, also zu wenig um auch Menschen aus Niederösterreich und dem Burgenland mitzuimpfen.

Insgesamt wurden in Wiener Impfstellen bislang 595.983 Impfungen verabreicht, 55.057 davon gingen allerdings an Personen mit Wohnort Niederösterreich. Umgekehrt wurden von jenen mit Hauptwohnsitz Wien in Niederösterreich nur 17.583 geimpft. Aus dem Burgenland wiederum erhielten 5.632 Impfwillige den Stich in Wien, umgekehrt waren es 2.157. Es geht in den Verhandlungen im Gesundheitsministerium um diese 40.949 Dosen, die Wien für die eigene Bevölkerung fehlen. Aus dem Ministerium werden die Verhandlungen bestätigt, das Ergebnis ist aber noch offen, im Laufe des Mai sei aber damit zu rechnen.