Österreich bekommt EU-Mittel für den Kampf gegen das Coronavirus und für den Übergang zum klimagerechten Wirtschaften. Fast 32 Millionen Euro gibt das Europaparlament am Dienstag aus dem Europäischen Solidaritätsfonds an Sonder-Coronahilfen für Österreich frei, wie die ÖVP-Europaabgeordneten Angelika Winzig und Simone Schmiedtbauer mitteilten. Für klimagerechtes Wirtschaften soll Österreich laut SPÖ-EU-Mandatar Hannes Heide darüber hinaus rund 124 Millionen erhalten.

"Einmal mehr zeigt Europa, dass es gerade auch in schwierigen Zeiten handlungsfähig ist und solidarisch handelt", betonten die beiden ÖVP-EU-Abgeordneten. Seitdem der Solidaritätsfonds 2002 nach den "Jahrhundertfluten" ins Leben gerufen wurde, erhielt Österreich daraus bisher insgesamt fast 180 Millionen Euro.

124 Millionen Euro für Strukturentwicklung

Mit dem "Just Transition Fund" stehen insgesamt 17,5 Milliarden Euro zur Strukturentwicklung in Regionen zur Verfügung, die derzeit noch besonders von der Kohle- und Schwerindustrie abhängig sind, wie Heide mitteilte. "Für Österreich sind 124 Millionen Euro vorgesehen, derzeit für das Traunviertel und die östliche Obersteiermark", so der Sozialdemokrat. Das EU-Parlament will noch am Dienstag grünes Licht für den Fonds geben. (apa)