Ab Dienstag müssen Schüler und Lehrer nur noch außerhalb von Klassen- und Gruppenräumen Maske tragen. Außerdem gibt es für Oberstufenschüler keine Verpflichtung mehr, FFP2-Maske zu tragen. Auch bei ihnen reicht nun abseits des Klassenzimmers ein Mund-Nasen-Schutz. Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) und Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) hatten die Lockerung mit der positiven Entwicklung der Infektionslage begründet.

An den Volksschulen gab es schon zuletzt in den Klassen keine Maskenpflicht, diese Regelung wird nun auf die restlichen Schulen ausgeweitet. Wer sich mit einem Mund-Nasen-Schutz bzw. einer FFP2-Maske sicherer fühlt, kann sie aber weiter freiwillig verwenden.

Während das Ende der Maskenpflicht in der Klasse in Österreich von AHS-Lehrergewerkschafter Herbert Weiß (FCG) begrüßt wird, warnt in Deutschland die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) vor einer zu frühen Abschaffung der Maskenpflicht. Viele Klassenräume ließen sich nicht richtig lüften, bei Lüftungsanlagen gebe es noch Nachholbedarf und viele Lehrer seien noch nicht vollständig immunisiert, so das Argument der GEW gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

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In Österreich soll es unterdessen in den letzten Wochen bis zu den Sommerferien zusätzlich noch weitere Erleichterungen geben: Es soll zwar nach Möglichkeit zwar weiter im Freien geturnt werden, es sind nun aber auch im Turnsaal wieder Kontaktsportarten erlaubt. Bei ausreichendem Sicherheitsabstand ist auch Singen und Musizieren mit Blasinstrumenten in Innenräumen wieder möglich. Kann der Abstand nicht eingehalten werden, muss mit Maske gesungen werden. Außerdem können auch wieder Kooperationen mit außerschulischen Personen bzw. Vereinen im Schulgebäude stattfinden (derzeit nur im Freien). (apa)