Ab 17. Oktober wird in Österreich mit den Auffrischungsimpfungen gegen das Coronavirus begonnen, sagte Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) im Ö1-"Morgenjournal". Da jene Menschen, die als erstes geimpft worden sind, am 17. Jänner die zweite Dosis erhielten, bekommen diese neun Monate später ihre Auffrischung. Bestimmte Risikogruppen können die dritte Dosis auch schon früher erhalten, meinte der Minister.

"Es gibt gewisse Gruppen, zum Beispiel Immunsupprimierte, wo man nach Rücksprache mit dem Arzt eventuell auch früher impfen kann. Da kann man auch einen Test auf neutralisierende Antikörper machen. Würde ich nicht generell empfehlen, aber für gewisse Risikogruppen ist das möglich und da eventuell auch früher", sagte Mückstein im "Morgenjournal".

Testen bleibt vorerst gratis

Die Möglichkeit, sich auf das Coronavirus testen zu lassen, soll weiterhin gratis sein, sagte Mückstein. "Die Tests sollen über den Sommer jedenalls gratis bleiben. Im Herbst werden wir die Lage neu beurteilen", sagte der Gesundheitsminister.

Zuletzt hat sich die Ärztekammer für ein Ende der Gratis-Tests ausgesprochen. "Ich denke, jeder, der sich nicht impfen lassen möchte und Veranstaltungen oder Restaurants besuchen möchte, sollte dann selbst für das Testen bezahlen", sagte Ärztekammer-Präsident Thomass Szekeres im Ö1-Radio.

In Österreich wird im Lauf des Dienstags die zehnmillionste Dosis verabreicht. Exakt 9.999.272 Impfungen wurden bis Montagabend durchgeführt - am Montag kamen nur 12.928 hinzu. Und nun sind exakt 60 Prozent der Gesamtbevölkerung zumindest einmal geimpft. "Unser oberstes Ziel muss es sein, die Durchimpfungsrate Schritt für Schritt zu erhöhen. Die Impfkampagne laufe seit siebeneinhalb Monaten. Er räumt ein, dass es nun langsamer voran geht als im Juni. Mückstein will das Impfangebot so niederschwellig wie möglich machen. (apa, red)