Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) kann sich nun doch vorstellen, etwa bei Veranstaltungen nur mehr Geimpfte einzulassen. Am Sonntag hatte er zu derartigen seitens des Wiener Gesundheitsstadtrats Peter Hacker (SPÖ) vorgebrachten Forderungen noch gemeint, diese Diskussion komme "zu früh". In der ORF-"ZiB" am Dienstag sagte Mückstein nun, für ihn sei eine solche "1G"-Regel ab Oktober vorstellbar.

 

"Ich glaube, dass vor einer zunehmend prekärer werdenden epidemiologischen Lage im Herbst wir über 1G reden müssen - und ich kann mir das im Oktober durchaus vorstellen", so der Minister im ORF. Zuerst müsse aber jeder die Gelegenheit gehabt haben, sich impfen zu lassen, so der Bericht.

Zutrittsverbote für Ungeimpfte

Angestoßen hatte die Debatte am Sonntag der Wiener Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ), der Zutrittsverbote für Ungeimpfte etwa in Freizeit- und Sportstätten vorschlug. Während am Montag Unterstützung aus der Ärztekammer kam, sprachen sich die anderen Bundesländer für eine bundeseinheitliche Lösung aus. Hackers Büro präzisierte am Wochenanfang, dass es bei seinem Vorstoß für "1G" auch um die Gastronomiebetriebe geht.

Am Dienstag hieß es aus Wien, dass man vor der Entscheidung über allfällige strengere Corona-Maßnahmen in der Bundeshauptstadt die spätestens im September anstehenden neuen Regelungen des Bundes abwarten wolle. Wie ein Sprecher von Stadtrat Peter Hacker (SPÖ) der APA sagte, werde man danach mit Experten sprechen und dann über allenfalls strengere Regeln entscheiden.