Das Burgenland will sich vom ältesten Fischereigesetz Österreichs aus 1949 verabschieden und ein neues, modernes Fischereirecht beschließen. Zentral verankert werden dabei der Schutz der heimischen Wassertiere, die nachhaltige Nutzung der Fischwässer sowie die Erhaltung und Wiederherstellung eines gesunden Wassertierbestandes. "Es ist ein Gesetz für den Umweltschutz, den Naturschutz und für die Fischer", erklärte Landesrat Leonhard Schneemann (SPÖ) in einer Aussendung.

Im neuen Fischereigesetz sollen der Umwelt- und Tierschutz umfassend berücksichtigt werden - indem etwa die Brittelmaße (Mindestfangmaße) und Schonzeiten an die angrenzenden Bundesländer angeglichen werden. Bei der Neuausübung der Fischerei im Burgenland muss eine fischereiliche Eignung nachgewiesen werden, das bedeute eine Prüfung für all jene, die bis Ende 2022 keine Fischereikarte gelöst haben.

Gebührenerhöhung soll kommen

Betont wurde, dass es zu keiner Gebührenerhöhung kommen werde. Die Sätze 50 Euro für drei Jahre oder 25 Euro für ein Jahr bleiben demnach bestehen. Zur Demokratisierung und gesetzlichen Verankerung der Mitsprache von Fischern wird ein Fischereibeirat eingerichtet. Die Umstellung auf einen elektronischen Revierkataster und die Möglichkeit zur Verlängerung der Landesfischereikarten per Zahlschein sei eine Verwaltungsvereinfachung. Beim Amt der burgenländischen Landesregierung wird außerdem ein ehrenamtlicher Landesfischereimeister eingesetzt.

Schneemann kündigte landesweit drei Infoveranstaltungen an, bei denen das neue Gesetz präsentiert, diskutiert und adaptiert werde. Beschlossen werden soll es noch dieses Jahr im Landtag. Das Inkrafttreten ist für den 1. Jänner 2022 geplant. (apa)