Der burgenländische Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) hat am Mittwochabend erklärt, im Fall einer Anklage in der Causa Commerzialbank zurückzutreten - wenngleich er nicht davon ausgeht, dass es dazu kommt. Doskozil kündigte im "Burgenland heute - Sommergespräch" außerdem eine große Lotterie an, um die Corona-Impfquote zu heben und sprach sich für eine europäische Quote für die Flüchtlingsaufnahme aus.

Gegen den Landeshauptmann wird von der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) wegen mutmaßlicher Falschaussage im Commerzialbank-U-Ausschuss ermittelt. "Ich gehe nicht davon aus, dass es eine Anklage gegen mich geben wird", meinte Doskozil. Sollte dies doch der Fall sein, würde er zurücktreten: "Da geht es um Glaubwürdigkeit, da geht es um Verlässlichkeit."

Angesprochen auf die Situation in Afghanistan spricht sich der SPÖ-Landesparteichef für Hilfe vor Ort sowie eine europäische Quote für die Aufnahme von Flüchtlingen aus. Anstatt einer strengeren Vorgangsweise beim Arbeitslosengeld empfiehlt Doskozil die österreichweite Umsetzung des Mindestlohns. Dies wäre ein Anreiz, im Verhältnis zum Arbeitslosengeld wieder arbeiten zu gehen.

Doskozil strebt eine Durchimpfungsrate gegen Covid-19 von über 80 Prozent an, um gut durch die Pandemie zu kommen. Hierzu soll im Burgenland eine groß angelegte Lotterie mit Preisen bis zu einem Auto verlost werden. Bis zum Landesfeiertag am 11. November werde man sich ein gewisses Ziel bei der Impfquote setzen. Derzeit sind im Burgenland 66,3 Prozent vollimmunisiert. (apa)