Die Grazer Vertreter des Team HC Strache peilen den Einzug in den Grazer Gemeinderat an, wie Parteichef und Spitzenkandidaten am Montag in einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz bekannt gaben. Die Kandidaten Sven Stadler und Markus Knaus setzen auf die Themen Sicherheit, Wohnen, Gebührenstopp und "vernünftige Verkehrspolitik" für Grazer Stadtviertel.

Stadler - als Trafikant laut Eigendefinition "Anlaufstelle" - will sich für mehr Polizeiplanstellen in der Landeshauptstadt einsetzen. Laut dem Listenzweiten Knaus habe etwa der am schnellsten in Bezug auf Einwohner wachsende Bezirk Puntigam keine eigene Polizeiinspektion, man werde sozusagen von Straßgang aus mitbedient. Stadler wolle sich u.a. für eine behindertengerechte Sanierung von Wohnungen einsetzen - einen Gebührenstopp, wie ihn die KPÖ stetig fordert, könne er sich anschließen. Es müsste auch der Heizkostenzuschuss von 120 Euro erhöht werden, dieser sei seit Jahren gleich geblieben.

Stadler und Knaus sehen auch eine Änderung der Verkehrssituation in den einwohnerstarken südlichen Bezirken von Graz als ihr Anliegen. "Dort herrscht Chaos pur, etwa in der Puchstraße und der Triesterstraße", so Stadler und Knaus. Es entstehe ein "Betonbunker bzw. eine Legebatterie nach der anderen, zumeist mit Kleinstwohnungen und nicht gerade erschwinglich". Es müsse erst ein Verkehrskonzept erstellt und dann erst gebaut werden. "Ich würde mir wünschen, dass man sich auf Stadtebene genauso einsetzt wie die Angehörigen der Bezirksräte, diesen Geist braucht es", sagte Knaus.

Strache gegen die weitere Aufnahme von Afghanen

Heinz-Christian Strache brachte bei der Pressekonferenz im Vorstadtgasthaus Liebenauer Hof inmitten des Grüns des Heimgartenvereins Schönau die bundespolitischen Positionen ein. Man setze ein Lebenszeichen in Graz, da man ja beim Aufbau der Strukturen in den Ländern sei. Das Grazer HC Strache-Team habe die richtigen Themen - Sozialpolitik, da sein für ältere, von Armut betroffene Menschen, gegen hohe Mietkosten, eine vernünftige Verkehrs- und Sicherheitspolitik. Dazu gehe es auch bei der Grazer GR-Wahl um den Schutz der Grund- und Freiheitsrechte, Stichwort Corona-Impfung.

Strache sprach sich gegen die weitere Aufnahme von Afghanen aus, da "diese Community" ja auch Probleme verursache. Strache ortete auch ein Versagen der Gesundheitspolitik wegen des angeblichen Abbaus von Intensivbetten in Spitälern. Wenn man den Einzug nicht schaffe, werde man dennoch weitermachen, sagte Strache. Man habe einen langen Atem, die Kandidaten seien Idealisten.

Die Abschlusskundgebung des Team Strache gibt es am Mittwoch um 18.00 Uhr im Lokal La Fleur in der ehemaligen Trafostation in der Triesterstraße, mit dem Parteichef als Ehrengast. (apa)