In Wien haben sich die ÖVP-Länderchefs mit Bundeskanzler und Bundesparteichef Sebastian Kurz am Donnerstag Abend über das weitere Vorgehen beraten. Die Sitzung fand in der Politischen Akademie der ÖVP in Wien-Meidling statt. Im Anschluss gaben zwei ÖVP-Spitzen bekannt, dass die Partei geschlossen hinter Kurz stehe.

Alle türkisen Länderchefs dürften mit dabei gewesen sein - abgesehen vom Salzburger Landeshauptmann Wilfried Haslauer. Er befindet sich nach seiner Corona-Infektion noch immer in Quarantäne.

Die türkisen Landesobleute haben sich am Donnerstag Nachmittag via Aussendung bereits "geschlossen" hinter Sebastian Kurz gestellt. "Wir sind davon überzeugt, dass alle damit befassten Personen zur raschen Aufklärung beitragen werden. Wir gehen zudem davon aus, dass sich die strafrechtlich relevanten Vorwürfe als falsch herausstellen werden und auch aufklären lassen", hieß es in der gemeinsamen Erklärung.

Allerdings gab es auch die eine oder andere kritische Stellungnahme. Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) bezeichnete die Vorwürfe als "schwerwiegend", sein steirischer Amtskollege Hermann Schützenhöfer befand: "Die Härte der Vorwürfe ist unfassbar. Sie hat eine Dimension erreicht, die an die Grenzen des Möglichen heranreicht." Beide betonten jedoch ebenfalls, hinter Kurz zu stehen.