Nach dem Abschluss der Lohnrunde für die Metallbranche rückt jetzt der öffentliche Dienst in den Mittelpunkt. Am Montagnachmittag kommt es zur zweiten Runde der Gehaltsverhandlungen für 2022 für Beamte und Vertragsbedienstete im Bundes- und indirekt auch Landes- und Gemeindedienst mit der türkis-grünen Bundesregierung. Das wurde der "Wiener Zeitung" am Donnerstag mitgeteilt.

Auf Regierungsseite werden der Vizekanzler und Minister für den öffentlichen Dienst, Werner Kogler (Grüne), sowie Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) Platz nehmen sowie Vertreter von Städte- und Gemeindebund. Auf Gewerkschaftsseite ist das Verhandlerteam bereits seit Jahren eingespielt. Es sind dies der Vorsitzende der Gewerkschaft öffentlicher Dienst, vulgo Beamtengewerkschaft, Norbert Schnedl, sowie der Chef der younion, Christian Meidlinger, der Länder- und Gemeindebedienstete vertritt. 

Mit einem Abschluss wird allerdings nicht gerechnet. Vorerst geben Vertreter der Wirtschaftsforschungsinstitute Wifo und IHS einen Überblick über verschiedene Aspekte der volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Österreich und Europa. Eine erste Gesprächsrunde zu den Beamtengehältern hat nur im ganz kleinen Kreis stattgefunden.

Heuer Anhebung um 1,45 Prozent

Die Gewerkschafter haben schon klargestellt, dass der Abschluss so rechtzeitig erfolgen müsse, dass die Gehaltserhöhung ab Anfang kommenden Jahres zum Tragen kommt. Dafür ist noch im Dezember ein Beschluss des Nationalrats notwendig.

Für das heurige Jahr hat es wegen der Coronakrise eine Einigung im Schnellzugtempo gegeben. Mit der Anhebung um 1,45 Prozent wurde die Inflationsrate abgedeckt. Die Verhandlungen für die Gehälter im öffentlichen Dienst betreffen rund eine halbe Million Bedienstete im Bund sowie im Landes- und Gemeindedienst.