So manche Mutter und mancher Vater hat sich eigens längst im Familienministerium erkundigt. Am kommenden Montag ist Nikolaus und der seit 22. November bis 12. Dezember geltende Lockdown hat die Frage aufgeworfen, wie das mit einem Besuch des Mannes mit dem langen weißen Bart und dem Hirtenstab ist. Trotz der allgemeinen Ausgangsbeschränkungen ist am 6. Dezember der Hausbesuch auch durch ehrenamtliche Personen als Nikolaus erlaubt, wie nicht nur im Familien-, sondern auch im Gesundheitsministerium bestätigt wird. Allerdings mit Schutzvorschriften. Gleiches gilt grundsätzlich auch für den Krampus.

Für die Kindergärten sieht die Lage hingegen anders aus. Grundsätzlich wäre auch dort ein Nikolausbesuch erlaubt, es werde aber ausdrücklich nicht empfohlen, wird im Büro von Minister Wolfgang Mückstein (Grüne) betont. Für die Kindergärten sind die Bundesländer zuständig. In Wien wird im Büro von Vizebürgermeister Bildungsstadtrat Christoph Wiederkehr (Neos) wird auf Anfrage der "Wiener Zeitung" klargestellt: "Externes Personal ist nicht erlaubt." Somit darf auch kein Nikolaus von außen zu Besuch kommen. "Nikolofeiern können in Wien nur von betriebsinternen Pädagoginnen gemacht wird", heißt es im Stadtratsbüro zur Erläuterung. Kindergärtnerinnen dürfen demnach in den Gruppen solche Feiern organisieren.

In Oberösterreichs Kindergärten kommt noch dazu, dass bis 6. Dezember ohnehin ein Veranstaltungsverbot gilt, der Lockdown dauert dort außerdem bis 17. Dezember. So wie in Wien ist der Besuch eines Nikolauses, der von außen kommt, nicht erlaubt, wird auch in der oberösterreichischen Bildungsdirektion klargestellt. Auch größere Nikolofeiern, bei denen alle Gruppen zusammenkommen, soll es nicht geben. Schon erlaubt ist hingegen, dass Kindergärtnerinnen in ihrer Gruppe den Nikolaustag speziell begehen, beispielsweise indem Geschichten vorgelesen werden.

Umso mehr freut sich Familienministerin Susanne Raab (ÖVP), dass zu den Familien in Privathaushalten auch ehrenamtlich tätige Personen als Nikolaus kommen dürfen. Das fällt unter die Ausnahmeregeln von den allgemein geltenden Ausgangsbeschränkungen während des laufenden Lockdowns. Allerdings muss für den Besuch die 3-G-Regel, also geimpft, genesen oder getestet eingehalten werden.

Nikolaus muss Schutzregeln einhalten

Die Einhaltung der Coronaschutzregeln muss aber nicht von der Familien mit den vom Nikolaus besuchten Kindern geprüft werden, sondern von jener Organisation, die den Nikolaus schickt. In vielen Fällen sind das katholische Organisationen. Mit der katholischen Kirche sei die die Einhaltung der Schutzregeln vereinbart, teilte die Ressortchefin zuletzt in einer Aussendung mit. Bei Hausbesuchen muss grundsätzlich die FFP2-Maskenpflicht eingehalten werden. Der Nikolaus kann die FFP2-Maske aber ablegen, wenn ein 2-G-Nachweis vorliegt.

Die besuchten Familien müssen keine Masken tragen, es dürfen aber nur Personen anwesend sein, die im Haushalt gemeldet sind. Es geht demnach nicht, dass beispielsweise ein Nachbarkind ebenfalls anwesend ist.