Der Schulstart nach den Weihnachtsferien begann mit jeder Menge Coronatests: Schülerinnen und Schüler konnten Testergebnisse vom Wochenende vorlegen, Geimpfte wurden auch vor dem Unterricht getestet. Ein neuer Erlass von Bildungsminister Martin Polaschek regelt aber auch die Leistungsfeststellung vor den Semesterferien im Februar, untersagt grundsätzlich Schulveranstaltungen wegen der Pandemie weiterhin und legt die Schuleinschreibung zum Eintritt in die Volksschule fest.

In den Schulen sollen drei Coronatests pro Woche – ab 17. Jänner zwei davon in allen Bundesländern mittels PCR-Tests – dafür sorgen, dass möglichst viele infizierte Schulkinder entdeckt und damit der Schutz erhöht wird. Ab einem zweiten infizierten Schüler in der Klasse, muss diese in den Heimunterricht.

Vorgaben für die Benotung


Neben diesen Regeln, die seit Ende der Vorwoche feststehen, werden mit dem jüngsten Erlass des Bildungsministers, der der "Wiener Zeitung" vorliegt, weitere für Schüler, Eltern, Lehrer und Direktorinnen wichtige Punkte festgeschrieben. Das betrifft auch den Unterricht und die Benotung, die vor den Semesterferien in den Mittelpunkt rückt. Sowohl der Unterricht als auch die Leistungsfeststellungen sollen, so das Bildungsressort, weiterhin den Gegebenheiten angepasst und die "pandemiebedingte Belastung" berücksichtigen.

Zu Schularbeiten heißt es konkret: "Versäumte Schularbeiten sind dann nachzuholen, wenn mehr als die Hälfte der Schularbeiten im Semester (z.B. wegen Quarantäne) versäumt wurden." Dies gelte auch für AHS-Oberstufen und Bildungsanstalten der Elementarpädagogik. An Berufsschulen seien Schularbeiten nachzuholen, wenn ein Schüler im jeweiligen Gegenstand "noch keine Schularbeit erbracht hat".

Allerdings wird im Erlass ausdrücklich auf Ausnahmen hingewiesen. Demnach wird betont, Schularbeiten seien nicht nachzuholen, wenn dies im betreffenden Semester nicht möglich sei "und mit den anderen Leistungsfeststellungen eine sichere Leistungsbeurteilung für die Schulstufe möglich ist".

Erster Teil der Einschreibung im Jänner


Grundsätzlich bleiben Schulveranstaltungen wegen der Corona-Ansteckungsgefahr weiter verboten. Erlaubt ist aber das Blocken von Unterrichtsstunden, um Unterricht außerhalb des Schulgebäudes zu ermöglichen. Angeführt ist dabei als Beispiel das Eislaufen im Freien. Elternsprechtage und Tage der offenen Tür seien "nur in digitaler Form möglich", so das Ministerium.

Der Erlass legt auch die Vorschriften für Aufnahmeverfahren fest. Die Schülereinschreibung vor dem Eintritt in die erste Klasse Volksschule findet unter Einhaltung der Hygienebestimmungen wie vorgesehen statt und besteht aus zwei Teilen. In einem administrativen Teil werden Dokumente entgegengenommen. Der erste Teil kann im Jänner 2022 zeitlich gestaffelt stattfinden. Der zweite Teil, die Feststellung der Schulreife, muss bis spätestens Anfang März 2022 abgeschlossen werden. Die Termine für die Schülereinschreibung werden von den Bildungsdirektionen der Bundesländer verordnet.
Was die Aufnahme in eine andere Schule betrifft, etwa den Wechsel von der Volksschule in die Mittelschule oder die AHS-Unterstufe, so bleiben laut Erlass die festgelegten Termine aufrecht. Auch Eignungsprüfungen, beispielsweise für Schulen mit Sportschwerpunkt oder musischem Schwerpunkt, werden stattfinden. Dabei seien aber "Menschenansammlungen" zu vermeiden, lautet die Vorgabe des Bildungsministeriums.