Vor dem Corona-Gipfel an diesem Mittwoch zwischen Bund und Ländern rückt ein Ende der flächendeckenden Corona-Gratistests näher. Bundeskanzler Karl Nehammer preschte am Montag innerhalb der türkis-grünen Bundesregierung vor. "Kostenpflichtige Tests ja", sagte Nehammer der APA am Rande eines offiziellen Besuchs in der Schweiz. Allerdings legte er sich nicht auf Details fest. 

"Zeitpunkt des Einsatzes, wann, wen soll es treffen, das sind alles grad Gespräche", sagte der Bundeskanzler. Der Regierungschef verwies auf laufende Verhandlungen über die Umsetzungsmöglichkeiten und den Zeithorizont. Das bedeutet, es muss vor allem noch geklärt werden, ab wann das Ende der Gratistests für alle gelten soll, wie viel künftig für Coronatests zu zahlen wären und welche Ausnahmen es bei kostenpflichtigen Coronatests geben wird.

Druck für Corona-Impfung würde erhöht

Der Grund für ein Ende von Corona-Gratistests ist klar. Damit soll der Druck auf Personen steigen, sich doch impfen zu lassen und damit der bereits geltenden Impfpflicht nachzukommen.

Schon zuvor hat sich der Vorsitzende der Konferenz der Landeshauptleute, Vorarlbergs Landeschef Markus Wallner (ÖVP), für ein Abgehen von den Gratistests ausgesprochen. Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) legte sich am Montag hingegen noch nicht fest. Auf Anfrage der "Wiener Zeitung" teilte das Büro des Ministers mit, Mückstein beschäftige sich zur Zeit  noch intensiv "mit der Evaluierung und Überarbeitung der Teststrategie". Das weitere Vorgehen werden man beim Corona-Gipfel am Mittwoch besprechen (red./apa).