Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) hat bereits am 18. Jänner 2022 das Verfahren gegen den Dritten Nationalratspräsidenten Norbert Hofer wegen des Verdachts der Bestechlichkeit eingestellt. Die Einstellung erfolgte, da keine Anhaltspunkte dafür vorlagen, dass der zu prüfende Sachverhalt einen strafbaren Tatbestand erfüllen vermochte.

Die "Wiener Zeitung" hatte vor zwei Jahren darüber berichtet, dass die WKStA die Auslieferung des FPÖ-Politikers beantragte, um Ermittlungen aufzunehmen. Es ging dabei um die Bestellung des (ehemaligen) Asfinag-Aufsichtsrats Siegfried Stieglitz zur Zeit Hofers als Infrastrukturminister. Stieglitz war Spender eines FPÖ-nahen Vereins. Die WKStA wollte dem Verdacht nachgehen, dass der Bestellung eine Geschenkannahme vorausging. Der Nationalrat, mit Stimmen der FPÖ, stimmte damals dem Begehr zu.

Rund zwei Jahre später wurden die Ermittlungen gegen Hofer eingestellt. Die "Wiener Zeitung" hatte darüber im Jänner jedoch nicht berichtet. Das wird hiermit nachgeholt. Im Fall von Stieglitz selbst und Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache hat die WKStA dagegen Anklage erhoben. Beide dementierten die Vorwürfe.