Olga Voglauer wird Spitzenkandidatin der Kärntner Grünen für die Landtagswahl in einem Jahr. Bei der Landesversammlung der Partei am Samstag in Feldkirchen wurde die Landessprecherin mit 98,09 Prozent auf Listenplatz eins gewählt. Auf dem zweiten Listenplatz folgt der Feldkirchner Stadtrat Christoph Gräfling, der überhaupt 100 Prozent der Stimmen erhielt.

Grünen-Bundessprecher Werner Kogler fühlte sich bei einer Pressekonferenz nach der Wahl an das Jahr 2019 erinnert, als die Grünen auf Bundesebene den Wiedereinzug in den Nationalrat geschafft hatten. Auch die Grünen in Kärnten sind derzeit nicht im Landtag vertreten, bei der Wahl im Jahr 2018 verfehlten sie die Einzugshürde deutlich. Das prozentuelle Ergebnis der Grünen auf Bundesebene, knapp 14 Prozent, sollte keine Vorgabe sein: "Aber man sieht, was alles möglich ist", sagte Kogler.

"Durchsetzungsstark, einigend"

In Kärnten sei es an der Zeit, dass bestimmte Anliegen "einziehen und wieder anständig angetaucht werden", allen voran das Klimaschutz-Thema "mit allen Chancen für die Regionen", wie es Kogler formulierte: "Im Umweltbereich geht es nicht nur darum Jobs zu schaffen, sondern zukunftsfähige Jobs." Der neu gewählten Spitzenkandidatin streute er Rosen: Voglauer sei "durchsetzungsstark, einigend und nahe an den Menschen: Eigenschaften, die in der Politik wieder zunehmend gefordert sind".

Diese stimmte auch gleich auf den Wahlkampf ein: Andere Bundesländer würden die Bälle, die der Bund ihnen zuschießt, in Tore verwandeln: "Kärnten gelingt das nicht." Das Land brauche "mindestens ein verdoppeltes Budget für öffentlichen Verkehr", einen deutlichen Ausbau der erneuerbaren Energie und Maßnahmen gegen die Abwanderung. Gräfling erklärte, neben den typischen Themen wie Umweltschutz und Klimawandel wolle er sich auch auf die Bereiche Pflege und Bildung konzentrieren.

Dass die Bundesspitze der Grünen in Kärnten ist, wird sich übrigens demnächst wiederholen: Wie Voglauer ankündigte, werde der Bundeskongress der Grünen am 30. April in Villach stattfinden. (apa)