Die ÖVP hat bei der Bürgermeister-Stichwahl zwei wichtige Städte an die Konkurrenz verloren: In Hall in Tirol sowie in Schwaz mussten die ÖVP-Kandidaten Niederlagen einstecken. In der Silberstadt Schwaz setzte sich die SPÖ-Kandidatin Victoria Weber (Team Zukunft - Viktoria Weber) gegen den langjährigen Bürgermeister Hans Lintner durch. Weber gewann mit einem überraschenden Ergebnis von 58,50 Prozent. In Hall wiederum siegte der parteilose Christian Margreiter (Für Hall).

Margreiter war gegen Werner Hackl angetreten, der als Polit-Neuling auf ÖVP-Langzeitbürgermeisterin Eva Posch folgen wollte. Hackl erreichte allerdings nur 42,50 Prozent der Haller Stimmen. Die Wahlbeteiligung war mit 46,54 Prozent gering. Beim ersten Durchgang zeichnete sich noch ein Kopf-an-Kopf-Rennen ab: Hackl ging mit 30,99 Prozent in den zweiten Durchgang, Margreiter mit 29,23 Prozent.

In Schwaz befand sich Weber in der schlechteren Ausgangsposition. Sie konnte am 27. Februar 31,86 Prozent auf sich vereinen, Lintner mit 38,20 Prozent deutlich mehr. Der 71-jährige Lintner hatte die Bezirkshauptstadt Schwaz seit 1997 regiert.

Kufstein bleibt in Händen von Krumschnabel

In Tirols zweitgrößter Stadt Kufstein hat der amtierende Bürgermeister, Martin Krumschnabel (Die Parteifreien), den Bürgermeistersessel verteidigt. In der Stichwahl gegen Neos-Kandidatin Birgit Obermüller konnte er 69,45 Prozent erreichen. Die FPÖ konnte sich in der Unterländer Gemeinde Kramsach behaupten. Bezirksparteiobmann Andreas Gang (BürgerListe Kramsach) setzte sich mit 51,24 Prozent gegen den ÖVP-nahen bisherigen Bürgermeister Bernhard Zisterer (Bürgermeisterliste - Team Zisterer, 48,76 Prozent) durch. Gang ist damit der einzige deklarierte FPÖ-Bürgermeister Tirols.

Die Volkspartei hat aber die Bezirkshauptstadt Imst halten können: Bürgermeister Stefan Weirather setzte sich bei der Stichwahl klar mit 65,55 Prozent gegen seine Konkurrentin Andrea Jäger (IFI - Initiative für Imst, Liste Andrea Jäger) durch. (apa)