An den Schulen wird nach den Osterferien nur mehr einmal pro Woche ein PCR-Test durchgeführt. Das hat Bildungsminister Martin Polaschek (ÖVP) den Schulen am Dienstag mitgeteilt. Antigentests werden nur mehr dann zur Verfügung gestellt, wenn es davor zu positiven Fällen gekommen ist.

Die Maskenpflicht außerhalb der Klasse bleibt dagegen "bis auf Weiteres" aufrecht, in den Klassen wurde sie abgeschafft. Die Bundesschülervertretung will bis zum Sommer weiter drei Tests, die Lehrer zeigten sich zufrieden.

Derzeit wird an den Schulen dreimal pro Woche getestet, mindestens zwei Mal mit PCR, einmal mittels Antigentest. Nach Ostern findet grundsätzlich nur mehr ein wöchentlicher PCR-Test statt. Damit vollziehe man die "Redimensionierung" der Teststrategie im Gleichklang mit dem Gesundheitsministerium, hieß es vom Bildungsministerium.

Keine Änderung gibt es bei der Maskenpflicht: In der Klasse muss keine Maske getragen werden, außerhalb der Klasse im Schulgebäude schon. Weiterhin können die einzelnen Schuldirektionen im Bedarfsfall eine zusätzliche Maskenpflicht beschließen – etwa nach gehäuften Infektionen.

Infektionszahlen stark rückläufig

Eine jüngst publizierte Auswertung der US-Seuchenbehörde CDC zu unterschiedlichen Maskenregeln in Schulen in Arkansas zeigte, dass eine sehr strikte Maskenpflicht, die einige Bezirke dort verhängt haben, eine relevante Wirkung besitzt. Die Inzidenz ging in diesen Bezirken in den Schulen um 23 Prozent zurück.

Bei einer lückenhaften Pflicht, weil etwa im Turnunterricht oder am Schulhof keine Maske getragen werden musste, war hingegen kein statistisch signifikanter Unterschied mehr zu jenen Schulen festzustellen, die gar keine Maskenpflicht hatten.

Die Infektionszahlen waren am Dienstag weiter rückläufig, mit mehr als 24.000 neuen Fällen, die für Montag gemeldet wurden, sind sie aber nach wie auf vor sehr hohem Niveau. Auch in den Spitälern gibt es noch keine Entlastung. Diese wird erst für die zweite Aprilhälfte erwartet.

Bereits am Freitag wird österreichweit das neue Testregime in Kraft treten. Die Zahl der PCR-Tests wird auf fünf pro Person und Monat kontingentiert, dazu werden über Apotheken fünf Antigentests abgegeben. Bis auf die Steiermark, die alle Tests künftig über die Apotheken abwickeln wird, bleiben in acht Bundesländern die Gurgeltests erhalten. Dazu kommen noch Abklärungen von Verdachtsfällen. Ob in Wien die Apotheken auch testen, war am Dienstag noch unklar. (apa/sir)