Im Finanzministerium fand am Dienstag ein Treffen von Finanzminister Magnus Brunner (ÖVP) mit den Sozialpartnern und Pensionistenvertretern zu der stark gestiegenen Teuerung statt. Konkretes Ergebnis gab es dabei keines, so Sitzungsteilnehmer, allerdings wurde eine Arbeitsgruppe beschlossen. ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian zeigte sich in einer ersten Reaktion gegenüber der "ZiB" verärgert, und auch der Seniorenrat forderte Taten ein.

Aus dem Finanzministerium verwies man heute auf die bereits präsentierten Maßnahmen in Höhe von 4 Milliarden Euro sowie die Steuerreform, die heuer wirksam werde. Die eigens eingerichtete Expertengruppe werde ab nächster Woche gemeinsam mit Sozialpartnern und Experten die weiteren Preisentwicklungen beobachten.

Korosec für Entlastung über Ausgleichszulage

Das ist Katzian allerdings zu wenig. "Wenn wir so weitermachen, sind wir am St. Nimmerleinstag auch noch nicht fertig. Das dauert zu lange", meinte er und betonte: "Als Sozialpartner haben wir vor über drei Wochen unsere neun Forderungspunkte präsentiert. Bis heute gibt es keine fixe Zusage zu einer der Forderungen. Es gibt Absichtserklärungen, aber keine konkreten Pläne. Ich bin maximal unzufrieden."

Der Seniorenrate betonte heute in einer Aussendung: "Es muss etwas kommen." Seniorenratspräsidentin Ingrid Korosec meinte nach dem Teuerungsgipfel, es war "ein sehr wichtiges Gespräch, wenngleich es leider noch keine konkrete Maßnahmen gibt". Sie sprach sich insbesondere dafür aus, Bezieher über der Ausgleichszulage zu entlasten, da diese weder eine höhere Anpassung bekamen noch aus den bisherigen Maßnahmenpaketen der Bundesregierung profitieren konnten. (apa)