Der Schulsport und vor allem Aktivitäten wie Sportwochen oder Wettkämpfe sind während der Pandemie zu kurz gekommen. Nun will das Bildungsministerium diese fördern. Sport und Bewegung in der Schule seien von großer Bedeutung, nicht nur für die körperliche, sondern auch für die psychische Gesundheit der Schüler, sagt Bildungsminister Martin Polaschek (ÖVP).

Schon zu Jahresbeginn hatte der Ministerrat einen "Monat des Schulsports" im Juni gemeinsam mit anderen Schulförderungen beschlossen. In einer Pressekonferenz gemeinsam mit Vertretern der Sportunion, ASKÖ und ASVÖ nannte Bildungsminister Martin Polaschek (ÖVP) am Donnerstag Details.

So wird das Ministerium "Sportschnuppertage", bei denen Schulen Vereine einladen oder externe Sporteinrichtungen besuchen, mit bis zu 500 Euro pro Klasse fördern. Organisiert eine Schule ein Sportfest oder einen Wettkampf, kann sie mit bis zu 1.500 Euro unterstützt werden. Für Schwimmkurse ist ebenfalls eine Förderung von bis zu 500 Euro vorgesehen. Lehrerinnen und Lehrer sollen ab Ende Mai die Förderungen unkompliziert über eine eigens eingerichtete Website beantragen können.

Die Sportverbände zeigten sich erfreut über die Kooperation mit dem Ministerium. Jedes zweite Kind sei Mitglied in einem der drei Verbände, so Michaela Huber, Vizepräsidentin der Sportunion, während der Pandemie seien es allerdings weniger geworden. Nun gelte es, wieder aufzuholen.

Denn die Auswirkungen des pandemiebedingten Ausfalls von Turnstunden und Sportveranstaltungen machen sich bemerkbar: In einer im August 2021 veröffentlichten Studie erkannten Sportwissenschafter der Uni Graz einen starken Zuwachs bei übergewichtigen Volksschulkindern. Im Vergleich zum Jahr 2019 war der Anteil von 20,7 Prozent auf 26,2 Prozent angestiegen.