Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) tritt "auf ärztlichen Rat hin einen mehrwöchigem Krankenstand an", heißt es in der Aussendung der Landespressestelle. Die hohe Belastung habe "gesundheitliche Spuren hinterlassen". Von manchen Medien kolportierte Rücktrittsgerüchte, "weisen wir aufs schärfste zurück", heißt es im Gespräch mit der "Wiener Zeitung" von Seiten der Pressestelle.

"Außergewöhnlich hohe Belastung"

 

Zwar wird die Krisenbewältigung, Corona und die Teuerung, nochmals ins Treffen geführt. Man "vergisst" aber auch auf die Wirtschaftsbund-Affäre nicht. Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) hat in der Affäre um den Wirtschaftsbund Vorarlberg bekanntlich Ermittlungsverfahren gegen drei Verdächtige eingeleitet, darunter auch der  Landeshauptmann. Er wies die Vorwürfe bekanntlich stets zurück. Allerdings musste er sich auch einem Missstrauensantrag im Vorarlberger Landtag stellen, der schließlich abgelehnt wurde sowie einer Befragung im ÖVP-U-Ausschuss.

In der Presseaussendung des Landes heißt es nun: "Andererseits haben selbstverständlich auch die Vorwürfe rund um die Causa Wirtschaftsbund und die damit verbundenen Anstrengungen zur Klarstellung dieser gegen ihn gerichteten, haltlosen Vorwürfe zu einer außergewöhnlich hohen Belastung mit körperlichen Beschwerden geführt." Auf "dringenden ärztlichen Rat hin" trete Wallner nun ab sofort einen mehrwöchigen Krankenstand an. Auf Nachfrage der "Wiener Zeitung" heißt es, die Causa habe den Landeshauptmann "persönlich sehr viel Kraft gekostet", er müsse sich nun erholen, und: "Ja, selbstverständlich wird er zurückkommen."

Auch ÖVP-Klubobmann August Wöginger und Sigrid Maurer, Klubobfrau der Grünen, wünschen Wallner gute Besserung und eine rasche Erholung. Kanzler Karl Nehammer weist per Aussendung auf die "oftmals unglaublich hohen Belastunge in der Spritzenpolitik" hin, auch er wünscht Wallner "beste und vollständige Genesung". Er solle sich die Zeit nehmen, um wieder zu Kräften zu kommen. "Die Gesundheit steht über allem, auch in der Politik." 

Landesstatthalterin übernimmt Geschäfte

Die Geschäftseinteilung der Landesregierung sieht für derartige Situationen klare Vertretungsregeln vor. Die Aufgaben des Landeshauptmannes werden in dieser Zeit ordnungsgemäß von der Landesstatthalterin Barbara Schöbi-Fink übernommen. Eine kontinuierliche Fortführung der Amtsgeschäfte sei damit gewährleistet.