56 Prozent der Bevölkerung vertrauen ihrem Bürgermeister. Damit ist das Vertrauen in die Ortschefs zwar leicht gesunken, aber immer noch sehr hoch, sagte Alfred Riedl, Präsident des Österreichischen Gemeindebundes, bei einer Pressekonferenz am Donnerstag. Der Gemeindebund hat im Vorfeld des Gemeindetages am 29. und 30. Juni eine Studie zu den Themen Vertrauen in die Politik, Ukraine-Hilfe und Stimmung in den Gemeinden in Auftrag gegeben.

Wichtiger Punkt beim 68. Gemeindetag wird das Thema Kinderbetreuung sein. Mit der Kinderbetreuung in ihrer Gemeinde zeigten sich laut der Umfrage 51 Prozent zufrieden. 51 Prozent der Befragten meinten jedoch auch, dass flexible Lösungen bei der Kinderbetreuung dem Rechtsanspruch vorzuziehen sind.

Das bestätige auch die Wahrnehmung des Gemeindebundes, sagte Riedl. Das Betreuungsangebot müsse weiter verbessert werden."Wir dürfen aber nicht vergessen, dass wir in den letzten Jahren sehr viel getan haben. So wurde etwa die Anzahl der Kinderkrippen in 20 Jahren vervierfacht. Jedenfalls ist aus unserer Sicht klar, dass die Gemeinden die Kinderbetreuung nicht alleine stemmen können. Es braucht eine bundesweite Personaloffensive, um mehr Menschen für die Arbeit mit den Kindern in unseren Gemeinden zu begeistern".

Auch Hilfe für die Ukraine und Transparenz als Themen

Bei dem Gemeindetag in Wels werden rund 2.000 Gemeindevertreter und Vertreterinnen erwartet. Neben Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) werden auch Bundespräsident Alexander Van der Bellen, Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) und einige weitere Regierungsmitglieder an der Veranstaltung teilnehmen. Neben den Themen Kinderbetreuung und Hilfe für die Ukraine möchte Riedl aber auch über Transparenz sprechen. Hier würden die Gemeinden oftmals als "Bremser" dargestellt werden. "Klar ist: wir sind nicht intransparent. Wir wollen nur keine überbordende Bürokratie", betonte Riedl. (apa)