Queen Elizabeth II. ist für den Generalsekretär der Bischofskonferenz, Peter Schipka, ein Vorbild, was den Umgang mit der Privatsphäre in der Öffentlichkeit betrifft. Christlicher Glaube brauche die Öffentlichkeit genauso wie Politiker diese brauchen. Bei seiner Predigt im Zuge der Wallfahrt des ÖVP-Parlamentsklubs zur Basilika Sonntagberg in Niederösterreich hat Schipka zugleich betont, politisches Engagement brauche zwar die Öffentlichkeit. Aber auch das Privatleben von Politikern müsse geschützt werden.

Auch Jesus habe nicht zum Verzicht auf jegliche Privatsphäre gedrängt. Er habe nicht gemeint, man solle alle SMS oder E-Mails, selbst wenn diese privat seien, oder Filme tanzender Premiermininisterinnen ins Internet stellen. Der Wunsch nach Transparenzkönne nicht bedeuten, das gesamte Leben eines Menschen in die Öffentlichkeit zu zerren. Es könne auch nicht bedeuten, dass Menschen, die einer Straftat verdächtigt würden, alle Rechte auf Privatsphäre verlieren.

Schipka hat der "Wiener Zeitung" erklärt, seine Aussagen in der Predigt seien an Politiker aller Parteien gerichtet gewesen, nicht nur der ÖVP. Bei dieser sorgen Chats von Thomas Schmid, Vertrauter von Ex-Bundeskanzler Sebastian Kurz für Aufsehen und halten die Justiz auf Trab. (red.)