Wien. Mit dem Pflegepaket im Mai beschloss die Regierung auch, berufsbildende mittlere und höhere Schulen ins Regelschulsystem zu überführen. Mit einem Umlaufbeschluss nach der Begutachtung der Gesetzesvorlage im Sommer gibt es nun die entsprechende Vorlage an den Ministerrat. Ab dem Schuljahr 2023/24 können die zwei neuen Pflegeschulformen regulär starten.

Bis 2026 stellt der Bund insgesamt 350 Millionen Euro für die Finanzierung zur Verfügung. Im Vollausbau sollen bis zu 8.000 Schülerinnen und Schüler in den Pflegeschulen in ganz Österreich ausgebildet werden können. Damit trage "der Bildungsbereich entscheidend dazu bei, mittel- und langfristig Pflegekräfte in Österreich gut ausbilden zu können", glaub Bildungsminister Martin Polaschek (ÖVP).

Finanzielle Unterstützung der Schülerinnen und Schüler

Wer eine Erstausbildung macht, erhält seit September einen Ausbildungszuschuss von zumindest 600 Euro pro Monat, und zwar unabhängig davon ob es sich um Schülerinnen und Schüler oder Studierende an Gesundheits- und Krankenpflegeschulen und Fachhochschulen handelt. Anders an den Sozialbetreuungsschulen: Da erhalten die Auszubildenden den Ausbildungsbonus für die Dauer eines Jahres sowie jene an berufsbildenden mittleren und höheren Schulen mit Pflege-Schwerpunkt für ihre Praktikumszeiten.

Hierfür stellt der Bund den Ländern in den kommenden drei Jahren insgesamt 225 Millionen Euro zur Verfügung. "Durch einen monatlichen Zuschuss von 600 Euro für die Zeit der Pflichtpraktika gestalten wir die Ausbildung an mittleren und höheren Lehranstalten für Pflege und Sozialbetreuung auch finanziell attraktiv", erhofft sich Sozialminister Johannes Rauch regen Zustrom zu den neuen Schulen. (mad)