Bei den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen im Burgenland hat die ÖVP mit Bürgermeister Thomas Steiner in Eisenstadt ihre absolute Mehrheit im Gemeinderat trotz leichter Verluste gehalten. Die SPÖ konnte in der Freistadt um knapp 4 Prozentpunkte auf 26 Prozent zulegen. Leichte Zugewinne gab es auch für die Grünen. Die FPÖ halbierte sich auf 5,6 Prozent.

Steiner bleibt damit im Amt. Er konnte im Gegensatz zu seiner Partei bei der Bürgermeisterwahl um einen Prozentpunkt auf 61,64 Prozent zulegen.

Auch die Bezirkshauptstädte Jennersdorf, Güssing, Oberpullendorf und Oberwart sind bereits ausgezählt. In Oberwart konnte die SPÖ annähernd mit der ÖVP gleichziehen. Bürgermeister bleibt aber weiterhin Georg Rosner von der ÖVP. In Oberpullendorf konnte die ÖVP leicht zulegen und ihre Absolute im Gemeinderat verteidigen. Johann Heisz bleibt Bürgermeister. Kaum Verschiebungen brachten die Wahlen im Gemeinderat in Güssing, auch Bürgermeister Vinzenz Knor (SPÖ) wurde im Amt bestätigt. In Jennersdorf hat die Liste JES mit 49,13 Prozent die absolute Mehrheit an Mandaten errungen und stellt mit Reinhard Deutsch den Bürgermeister.

In Bad Sauerbrunn (Bezirk Mattersburg) ist Gerhard Hutter als Bürgermeister wiedergewählt worden. Hutter sitzt für die SPÖ im Landtag, ist jedoch in Bad Sauerbrunn mit einer eigenen Liste gegen die SPÖ angetreten und hat mit 41 Prozent die Mehrheit im Gemeinderat erlangt. Auch in Parndorf ist mit der LIPA eine Bürgerliste bestimmende Kraft und mit absoluter Mehrheit im Gemeinderat vertreten.

In Pinkafeld (Bezirk Oberwart) konnten die NEOS ihr landesweit bisher einziges Gemeinderatsmandat halten. Bürgermeister Kurt Maczek, der für die SPÖ auch im Landtag sitzt, entging mit 50,09 Prozent nur hauchdünn einer Stichwahl. Die SPÖ hat ihre Absolute im Gemeinderat verloren, hat nun gleich viele Mandate wie die ÖVP, bleibt aber stimmenstärkste Partei in Pinkafeld.

Stark zulegen konnte die SPÖ in Gols (Bezirk Neusiedl am See). Sie verbesserte sich um 18,75 Prozentpunkte auf 67,04 Prozent. ÖVP, FPÖ und Grüne büßten deutlich an Stimmen in der Volksfest-Gemeinde ein. (apa)