In Wien hat Amtsinhaber Alexander Van der Bellen am Sonntag landesweit sein bestes Ergebnis eingefahren mit 64,2 Prozent laut einer Hochrechnung von Sora, die auch Briefwähler berücksichtigt. Das war erwartbar, da Van der Bellen auch vor sechs Jahren in Wien stark abschnitt, weit überraschender war, dass sich FPÖ-Kandidat Walter Rosenkranz mit Dominik Wlazny um den zweiten Platz matchte. Beide hielten in der Hochrechnung bei 10,9 Prozent. Was für Wlazny ein starkes Ergebnis ist, bedeutet für die Blauen doch ein mageres Ergebnis. Tassilo Wallentin landete in Wien demnach auf Rang vier mit 7,1 Prozent.

Die FPÖ konnte sich dafür über die Ergebnisse aus Kärnten freuen, wo im kommenden Jahr Landtagswahlen stattfinden. Van der Bellen hätte hier mit 44,4 Prozent in die Stichwahl müssen, wobei das Ergebnis nur vorläufig ist, die Wahlkarten noch nicht hochgeschätzt sind. Rosenkranz kam in Kärnten auf 25,45 Prozent, das war das beste Abschneiden für den blauen Kandidaten in ganz Österreich. In Tirol knackte Rosenkranz den 20er nicht, in Oberösterreich, wo die FPÖ eine Koalition mit der ÖVP bilden, erreichte der Volksanwalt vor Auszählung der Briefwähler rund 22 Prozent.

Recht stark schnitt Van der Bellen auch in Salzburg ab, wo er noch ohne Wahlkarten auf knapp 58 Prozent kam. Auch in Salzburg, wo kommendes Jahr gewählt wird, blieb Rosenkranz unter 20 Prozent.