Die Direktorinnen und Direktoren an Österreichs Schulen waren nicht zuletzt durch die Corona-Krise seit März 2020 samt Schulschließungen, Fernunterricht und PCR-Tests zusätzlich massiv durch organisatorische Aufgaben gefordert. Jetzt stellen Bildungsminister Martin Polaschek und die Vorsitzenden der Lehrergewerkschaften mit Paul Kimberger an der Spitze in einem gemeinsamen Schreiben an die Schulleiter etwas Abhilfe in Aussicht. Es geht um den Wegfall der Kontakt-Nachverfolgung bei Corona-Fällen und eine "Bündelung" der Kommunikation.

Das der "Wiener Zeitung" vorliegende Schreiben, das mit heutigem Dienstag datiert ist, wurde an die Direktorinnen und Direktoren an mehr als 5.000 Schulstandorten in Österreich ausgeschickt. Neben den Schulleitern sollen auch Assistenzkräfte, die teilweise in den Direktionen der Schulen im Einsatz sein, entlastet werden.

Die Belastungen an den Schulen seien "uns allen bekannt". Deshalb solle es bei administrativen Aufgaben, wo dies möglich sei, Erleichterungen geben, weil diese sonst auf Kosten der wichtigen pädagogischen Aufgaben gingen. Man habe sich dabei auf Entlastungsmaßnahmen einigen können. Konkret betrifft dies das Corona-Management an den Schulen und die Informationen.

Weniger Erlässe versprochen

Im heurigen Schuljahr 2022/23 sei die Zusammenführung pseudonymisierter Schülerdaten bei Corona-Fällen nicht mehr notwendig. Es seien auch keine Meldungen an die Gesundheitsbehörden mehr notwendig, die Kontakt-Nachverfolgung muss nicht mehr durchgeführt werden. Allerdings ist die Belastung für Schulleiter und Lehrer seit Schulbeginnn im September ohnehin schon viel geringer, weil die im Vorjahr notwendigen flächendeckenden Corona-Tests weggefallen sind.

Was die Kommunikation betrifft, so wird in dem Schreiben an die Schulleiter eine Reduktion der Erlässe angekündigt. Weiters solle der Kommunikationsaufwand für Direktorinnen und Direktoren, Lehrer und Eltern "Schritt für Schritt normalisiert" werden und damit der "Krisenmodus" beendet werden. Das Schreiben wurde von Polaschek, Kimberger und den Vorsitzenden der AHS-Lehrergewerkschaft, Herbert Weiß, der BMHS-Lehrergewerkschaft, Roland Gangl, und an den Berufssschulen, Franz Pleil, sowie an den Landwirtschaftsschulen, Dominikus Plaschg, unterzeichnet.