Sabine Scheffknecht, Landessprecherin der Vorarlberger Neos, wird den Parteivorsitz abgeben. Das erklärte Scheffknecht am Montag anlässlich einer Pressekonferenz zum zehnjährigen Bestehen von Neos Vorarlberg in Dornbirn und begründete ihren Schritt mit einem Generationenwechsel. Wer ihr in der Funktion folgt, soll am Dienstag bekannt gegeben werden.

Für Neos sei Politik eine zeitlich begrenzte Berufung. Die satzungsgemäß vorgesehenen drei Legislaturperioden als Landessprecherin gingen bei ihr Anfang nächsten Jahres zu Ende. "Ich habe mich deshalb entschieden, bei der kommenden Landesteamwahl Anfang nächsten Jahres nicht noch einmal als Landessprecherin zu kandidieren", so Scheffknecht. Sie werde aber natürlich Klubobfrau bleiben und ihre Arbeit im Landtag fortsetzen.

Viele Talente zur Wahl

Sie habe die Entscheidung, nicht mehr anzutreten, mit "großer Leichtigkeit" getroffen. "Es ist ein gutes Gefühl, den Staffelstab frei von jedem Druck und Machtkalkül weitergeben zu können. Ich bin überzeugt, dass es für Parteien wichtig ist, neuen Köpfen und neuen Ideen eine echte Chance zu geben, die Dinge weiterzuentwickeln", sagte Scheffknecht.

"Im Gegensatz zu anderen" habe man bei Neos viele Talente zur Wahl, die den Staffelstab übernehmen könnten. Es gebe bereits eine ideale Kandidatin bzw. Kandidaten, so Scheffknecht. Sie unterstütze diese Kandidatur, die Entscheidung liege jedoch zu hundert Prozent bei den Mitgliedern. Die Wahl des neuen Landessprechers finde bei der Mitgliederversammlung Anfang 2023 statt.

Die 1978 geborene Lustenauerin ist seit 2013 bei Neos Vorarlberg aktiv, im März 2014 wurde sie Landessprecherin. 2014 schaffte ihre Partei den Sprung in den Landtag, wo sie derzeit mit drei Mandaten vertreten ist. (apa)