Wenn es um die Forderung nach einer Erhöhung des Universitätsbudgets für 2023 geht, sieht es für die Rektoren und indirekt für die Studenten schlecht aus. Wissenschaftsminister Martin Polaschek ist zwar gern zu einem weiteren "Austausch" mit den Universitäten bereit. Es werde aber "das jetzige Budget nicht aufgeknüpft", bekräftigte er am Dienstag vor Journalisten.

Die Universitätenkonferenz (uniko), in der die Rektoren versammelt sind, mit der Rektorin der Technischen Universität Wien, Sabine Seidler, hat erzürnt reagiert, nachdem statt der verlangten 1,2 Milliarden Euro mehr bis 2024 wegen der ernorm gestiegenen Energiepreise und höherer Mieten nur ein Erhöhung um 500 Millionen im Budgetvoranschlag 2023 festgelegt worden ist.

Der Voranschlag für das kommende Jahr ist von Finanzminister Magnus Brunner (ÖVP) am 12. Oktober dem Nationalrat vorgelegt worden. Der Beschluss im Hohen Haus ist allerdings erst für 17. November geplant. Bis dahin könnten Änderungen vorgenommen werden, das hat der Wissenschaftsminister jetzt abgelehnt.

Austausch auch mit einzelnen Unis

Allerdings macht er den Universitäten insofern Hoffnung auf Unterstützung, weil weiter über etwaige Entlastungen beraten wird. Eine erste Gesprächsrunde hat es auf seine Einladung hin mit der Universitätenkonferenz bereits am Montag gegeben. Es habe sich um einen guten Austausch gehandelt. Diesen werde man in den nächsten Monaten fortsetzen. Polaschek, der selbst bis zu seinem Regierungseintritt im Dezember des Vorjahres Rektor der Grazer Universität war,  möchte dabei auch mit den einzelnen Universitäten über konkrete Entlastungsmöglichkeiten sprechen.

Erklärt wurde auch von der Universitätenkonferenz, bei dem Treffen seien "die gemeinsamen Anstrengungen" betont worden, die Universitäten bestmöglich durch die aktuelle Ausnahmesituation aufgrund der Teuerung zu begleiten. Man werde das vorliegende Budget gemeinsam als Ausgangspunkt nehmen und weitere Möglichkeiten außerhalb des Budgets für das kommende Jahr prüfen, um die Universitäten finanziell zu entlasten.

Gehaltsverhandlungen werden abgewartet

Diese könnten etwa im Bereich der Mieten und Energiekosten liegen. Beim Thema Personalkosten, das bei den Universitäten mit rund zwei Drittel der Gesamtkosten den größten Faktor ausmacht, werde man die Lage beobachten und nach den Gehaltsverhandlungen prüfen. Einig war man sich darin, alles daran zu setzen, einen Personalabbau zu verhindern und den Erfolgsweg der vergangenen Jahre nicht zu gefährden, wurde unisono betont.