Der frühere Finanz-Generalsekretär Thomas Schmid hat seine Angaben zur Steuerprüfung der "Erwin Pröll Stiftung" offiziell korrigiert. Schmid, der Kronzeugenstatus in mehreren die ÖVP betreffenden Affären anstrebt, hatte sich in seiner Einvernahme durch die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) in der Zeit geirrt. In einem Brief an die Behörde, von dem die Tageszeitung "Österreich" am Montag berichtete, stellte er klar, dass die Prüfung 2017 stattfand.

Schmid hatte mit seinen Aussagen zu angeblichen Interventionen zu Steuerprüfungen den nunmehrigen Nationalratspräsidenten Wolfgang Sobotka (ÖVP) belastet. Neben der "Erwin Pröll Stiftung" habe sich dieser auch wegen einer Prüfung des "Alois Mock Instituts" eingeschaltet, sagte Schmid aus

ÖVP sieht Schmids Aussage als widerlegt an

Sobotka bestreitet die Vorwürfe vehement und spricht von falschen Behauptungen Schmids. Die ÖVP sah Schmid widerlegt, es habe in dem von ihm zuerst angegebenen Zeitraum nachweislich keine Prüfung der "Erwin Pröll Stiftung" gegeben. Die ÖVP nannte Schmid daraufhin einen Lügner.

Die Prüfung sei "in der Endphase von Finanzminister (Hans Jörg, Anm.) Schelling" gewesen, berichtigte er nun gegenüber der WKStA. In seiner ersten Einvernahme sprach Schmid noch davon, dass die Intervention am Ende von Michael Spindeleggers beziehungsweise zu Beginn von Schellings Ministerzeit passiert sein soll. Schmids Korrektur kommt nun, nachdem schon öffentlich bekannt geworden ist, dass es 2017 tatsächlich eine Prüfung der "Erwin Pröll Stiftung" gegeben hat. (apa / pak)